Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen auf Kunstflug

Von: g.s.
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Dutzende Teilnehmer aus ganz Nordrhein-Westfalen bereiteten ihre Fluggeräte für den Wettbewerb in der Bauchemer Sporthalle vor. Foto: Georg Schmitz
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Flugzeuge, Hubschrauber und Drohen zogen in der Bauchemer Sporthalle ihre Kreise.

Geilenkirchen. Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen im Kleinformat flogen am Wochenende durch die Mehrzweckhalle im Geilenkirchen Sportzentrum. Der Modell-Flugclub „Ikarus“ veranstaltete vor der Outdoor-Saisoneröffnung seinen ersten Indoor-Wettbewerb in der Halle und begrüßte dazu Dutzende Teilnehmer aus ganz Nordrhein-Westfalen.

Eine Woche zuvor hatte sich der 69 Mitglieder starke Verein bei einem Probe- und Trainingstag auf die Veranstaltung vorbereitet. Ikarus-Vorsitzender Günter Ermer war nicht nur zufrieden mit der Teilnahme von Modellflug-Freunden, sondern auch mit dem Zuschauerbesuch. Es mögen einige Hundert gewesen sein, die sich über beide Tage das Spektakel anschauten. Die Besucher bekamen einiges geboten. So standen „Limbo-Fliegen“ und „Ballon-Flug“ in der Beliebtheits-Skala beim Publikum ganz oben an.

Bei letzterem Wettbewerb musste das ferngesteuerte Flugmodell mit dem Propeller die aufgehängten Luftballons zum Platzen bringen. Beim „Stangenflug“ hatten die Modelle eine aufgestellte Stange mit der Tragfläche zu berühren und umzuwerfen. Ein weiteres Highlight war die „Air-Combat“ Vorführung, bei der es mit dem Propeller ein Flatterband zu durchtrennen galt. Die Piloten der bis zu 200 Gramm schweren, mit Elektro-Antrieb bestückten Indoor-Flieger aus Leichtschaum wurden immer wieder vor besondere Herausforderungen gestellt.

Das absolute Highlight war das „4-D-Fliegen“, das weltweit tatsächlich nur ein Dutzend Piloten beherrschen. Dominik Rudies vom MFC Saturn Kerken ist einer der wenigen, die diesen Rückwärtsflug vorführen können. Er war gerade einmal zwölf Jahre alt, als er sein erstes Modellflugzeug – damals noch aus Holz – bekam. Zehn Jahre später reizte ihn das 4-D-Fliegen. In der Bauchemer Sporthalle kamen die Zuschauer aus dem Staunen nicht mehr heraus, als er seinen rund 1000 Euro teuren Leichtschaum-Flyer mit Schub-Vektor-Verstell-Propeller kopfüber schweben ließ und rückwärts nach oben in Bewegung setzte. Christian Onkelbach aus Geilenkirchen hatte es mit seinem halb so kostspieligen Quadro-Copter schon etwas leichter. Die Drohne mit den vier Propellern und den beiden Kameras an Bord steuerte er über sein Handy. Seit acht Jahren ist der 15-Jährige Mitglied im MFC Ikarus, aber erst vor drei Monaten griff er zur Drohne. „Bisher ist sie nur einmal zu Bruch gegangen“, erinnert er sich. Aber nur eine Kleinigkeit sei zu reparieren gewesen. Wenn irgendetwas an dem Gerät nicht in Ordnung sei, steige der Quadro-Copter 30 Meter in die Höhe, und über GPS werde er automatisch an den Ausgangspunkt zurück gebracht. Der Crash sei gekommen, weil die Halle nicht hoch genug war. Nun ist Thomas Nacken an der Reihe, der 20 Jahre Erfahrung mit Modell-Helikoptern nachweisen kann. An diesem Tag lässt er unter anderem einen Miniatur-Hubschrauber fliegen. Die Tribüne für die Zuschauer ist durch ein Netz vor unliebsamen Fluggeräte-Einschlägen gesichert, aber aus dieser Höhe lässt sich das Treiben in der Halle bestens beobachten.

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