Geilenkirchen - Fluglärm entfacht Debatte

Fluglärm entfacht Debatte

Von: g.s.
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Geilenkirchen. Nicht so ganz einverstanden war SPD-Fraktionsvorsitzender Horst-Eberhard Hoffmann mit den Äußerungen des Grünen-Sprechers Jürgen Benden, die dieser im Zusammenhang mit der Baumfällaktion in der Teverener Heide unserer Zeitung gegenüber gemacht hatte.

„Stimmen Sie mir zu, Herr Bürgermeister, dass die Äußerungen des Grünen Herrn Benden, dass mit dem Fällen der Bäume in der Teverener Heide Fakten für mehr Flugbetrieb geschaffen wurden, substanzlos sind und allein verantwortungslose Stimmungsmache gegen den Awacs-Verband darstellen?“, lautete eine Anfrage während der 29. Sitzung des Rates der Stadt Geilenkirchen.

„Bei der Bewertung ‚substanzlos‘ und ‚verantwortungslos‘ stimme ich zu“, erwiderte Thomas Fiedler. Solch einen Unfug als Grünes Spezialwissen zu verkaufen, sei nicht gut. Horst-Eberhard Hoffmann hatte gleich eine Zusatzfrage im Gepäck: „Könnten Sie Herrn Benden vielleicht erklären, dass Flugbewegungen wie Starts und Landungen allein von den Wetterbedingungen abhängen und dass der Initiative gegen Awacs-Emissionen aus dem Protokoll der letzten Sitzung der Lärmschutzkommission bekannt sein müsste, dass der Awacs-Verband seine Flugbewegungen hier an der Base weiter reduziert hat, seit 2009 um 30 Prozent?“

Bürgermeister Thomas Fiedler war sich sicher, dass die Zahl der Flugbewegungen auch in diesem und im nächsten Jahr die 3000 nicht überschreiten werde. Eine Erwiderung der „Zielperson“ Jürgen Benden ließ nicht lange auf sich warten, der zunächst an die verpflichtende Neutralität eines Bürgermeisters erinnerte. „Was hat Sie in den letzten Jahren dazu bewogen, eine Freundschaft zur Nato in Teveren aufzubauen und zum Sprecher des Awacs-Verbandes zu werden?“, fragte Benden den Bürgermeister. Damit sei Fiedler von seinem Wahlprogramm abgewichen, in dem er Unterstützung bei Maßnahmen zur Eindämmung der Lärmbelastung zugesagt hatte. „Wollen Sie es wie die Niederländer, die fordern, dass der Flugplatz weg muss?“, antwortete Fiedler.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor

Der Nato-Verband sei der wichtigste Wirtschaftsfaktor für die Stadt Geilenkirchen. „Ist Ihnen der Wirtschaftsfaktor wichtiger als die Gesundheit der Bevölkerung?“, kam die Frage von Jürgen Benden.

Der Verband tue viel, um den Lärm zu reduzieren, machte Fiedler noch einmal deutlich. „In den letzten zwei Jahre sind auch keine Beschwerden mehr über den Awacs- Verband bei der Stadt eingegangen“, schloss der Bürgermeister.

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