Flüchtlingspaten bekommen ihre Zertifikate

Von: g.s.
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Sie helfen den Flüchtlingen gerne: Michael Graf von Hoensbroech, Marie-Therese Collision, Yvonne Wolf, Sandra Beckmann, Tanja Bodewig, Nicole Abels-Schell, Bernhard Kozikowski, Gero Ronneberger und Thomas Fiedler (v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Bürgermeister Thomas Fiedler konnte den ersten „ausgebildeten“ Flüchtlingspaten die Qualifizierungszertifikate überreichen und das am Weltflüchtlingstag. Die 16 Paten werden nun beratend und helfend den Flüchtlingen in Geilenkirchen zur Seite stehen.

Die Frauen und Männer haben an drei Schulungstagen ihre Grundqualifizierung für diese Arbeit erhalten. Kürzlich gingen die evangelische und katholische Kirchengemeinde, der Caritasverband für die Region Heinsberg und die Stadt Geilenkirchen eine Kooperation ein. Gemeinsam wollen sie die Flüchtlingsarbeit in Geilenkirchen koordinieren und sich zum Wohle derer einsetzen, die aufgrund von Gewalt oder politischer Verfolgung in ihrem Heimatland in der Stadt eine Zuflucht gefunden haben.

Die Idee für die Patenschaften ist am „Runden Tisch für Flüchtlingsarbeit“ entstanden. Der Runde Tisch kümmert sich seit vielen Jahren um die der Stadt Geilenkirchen zugewiesenen Familien und Einzelpersonen.

Die Zahl dieser Hilfe bedürftigen Menschen ist stark angestiegen und stellt die Kommunen vor neue Herausforderungen. Immer mehr Menschen in Deutschland und in unserer Region sind bereit, auf freiwilliger Basis zu helfen. Die Hilfesuchenden werden mit einer fremden Kultur, einer ihnen unbekannten Sprache und einem System von Gesetzen konfrontiert, das sie bisher nicht kennen.

Eine Steuerungsgruppe hat den Qualifizierungslehrgang vorbereitet und ist jetzt mit den ersten 16 ehrenamtlichen Flüchtlingspaten dem Ziel schon ein ganzes Stück näher gekommen. „Jetzt geht es darum, welcher der Flüchtlinge welche Hilfe benötigt“, sagt die Gemeindesozialarbeiterin des Caritas-Verbandes für die Region Heinsberg, Nicole Abels-Schell.

Die Paten würden den Frauen und Männern aus zahlreichen Ländern beim Bewältigen des Alltags in den unterschiedlichsten Bereichen helfen. Viele für die deutschen Bürger selbstverständliche Dinge müssten den Asylsuchenden näher gebracht werden. „Die Paten können sich mit einer speziellen Legitimation im Scheckkartenformat ausweisen“, erklärt Yvonne Wolf von der Flüchtlingsbetreuung der Stadt Geilenkirchen.

Bürgermeister Thomas Fiedler verwies auf die Willkommenskultur, die in Geilenkirchen vorherrsche. Hier seien die Flüchtlinge freundlich aufgenommen worden und integriert. Fiedler: „Alle verdienen es, von uns betreut zu werden.“ Das werden sie nun noch intensiver als zuvor, denn die 16 Paten nehmen sich nach der durchlaufenen Schulung ab sofort viel Zeit für die Betroffenen. Sandra Beckmann, Marie-Therese Collision, Margret Pauli, Gero Ronneberger, N´Tumba Wa Kasonga, Lars Speuser und Michael Graf von Hoensbroech zählen zu den Flüchtlingspaten. Alle anderen möchten nicht öffentlich genannt werden, weitere wiederum nicht auf unser Foto.

Auch Pfarrerin Tanja Bodewig bedankte sich neben den anderen Anwesenden der Steuerungsgruppe bei den Flüchtlingspaten für deren ehrenvollen Einsatz.

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