Flüchtlingsheim: Massiver Beton ersetzt karge Container

Von: Markus Bienwald
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Zwei neue Flüchtlingsunterkünfte, in Massivbauweise ausgeführt, wurden in der Straße „An der Friedensburg“ nun offiziell für die Nutzung durch bis zu 120 Flüchtlinge übergeben. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Es ist noch gar nicht so lange her, da standen in der Straße „An der Friedensburg“ in Geilenkirchen schon einmal Flüchtlingsunterkünfte. Container waren das, wenig ansehnlich, aber ausgestattet mit dem Nötigsten. Das wird den Menschen, die aus ihrem Heimatland flüchten mussten, nun auch wieder geboten – und mehr. Am Montagabend wurden die beiden neu erbauten Flüchtlingsunterkünfte an gleicher Stelle offiziell übergeben.

Zwei dreistöckige Gebäudekomplexe, geplant vom Geilenkirchener Architekten Arthur Stefelmanns und gebaut von der Firma Florack. Ausgeführt in massiver Betonbauweise sind die Wohnmodule, wie Bürgermeister Georg Schmitz es formulierte, „windmühlenartig“ um einen großzügigen Gemeinschaftsbereich angeordnet. „Die Schaffung einer menschenwürdigen Architektur des Ankommens ist mit der Gestaltung dieser Gebäude gelungen“, lobte er.

Schmitz sagte weiter, dass die massive Betonbauweise auch ausgewählt wurde, „da von einer langen Nutzungsdauer ausgegangen wird, und dies die Haushaltsbelastung durch Abschreibungen im verträglichen Rahmen hält“. Die Belastung für den Haushalt hätte es ohnehin gegeben, denn, so erklärte es der gewählte Verwaltungschef weiter, die Erstaufnahmeeinrichtung in Niederheid werde ohnehin zum Ende des Jahres geschlossen. „Daher werden uns bereits für Januar 2017 mindestens 47 neue Flüchtlinge zugeteilt“, rechnete Schmitz vor.

Kein konkreter Einzugstermin

Durch die Nutzung der Neubauten könnten ohnehin im Stadtgebiet angemietete Objekte und städtische Unterkünfte abgegeben und so Kosten gesenkt werden. Ausgelegt sind die Neubauten für etwa 120 Menschen. Einen konkreten Einzugstermin nannte Schmitz nicht, er ging jedoch davon aus, dass „alsbald“ Menschen hier ihren neuen Lebensmittelpunkt finden könnten.

Derzeit leben 192 Flüchtlinge aus 32 Ländern im Stadtgebiet, die Erfüllungsquote der Stadt liegt bei 100 Prozent. „Dies zeigt, dass Flüchtlinge, ihre Unterbringung und ihre Integration weiterhin für unsere Stadt aktuell bleiben werden“, so Schmitz.

Er stieß mit den rund 60 Gästen aus Politik, Verwaltung, Bau und Planung auf gutes Gelingen für den Komplex „An der Friedensburg“ an, ehe es zu einer Besichtigung der zweckmäßig gebauten Unterkünfte ging. Einen Pluspunkt des Standortes nahe dem Bahnhof und dem Parkhaus machte Schmitz übrigens noch in der Nähe der Häuser zur Stadtmitte aus.

„Bürger und Flüchtlinge leben zusammen in einer Nachbarschaft und können so miteinander in Kontakt treten“, betonte er. Das freut natürlich auch die Integrationsbeauftragte Yvonne Wolf, die auch auf die Mithilfe der Bürger angewiesen ist, wenn es um die Integration geht.

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