Gangelt - „Flic“ leitet die Ermittlungen im Wildpark

„Flic“ leitet die Ermittlungen im Wildpark

Von: Markus Bienwald
Letzte Aktualisierung:
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Der „schnellste Polizist Frankreichs“, Jean-Pierre Duflic (2.v.l.), ging mit seinem flotten Dienstrad und den Kindern auf eine Such- und Erzähltour durch den Wildpark in Gangelt. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Eins ist sicher für Jean Pierre Duflic: „Ich bin der schnellste Polizist Frankreichs“. Und kaum hat er es ausgesprochen, flitzt er auf seinem umgebauten Kinderfahrrad schon los.Okay, in diesem Punkt war seine von herrlich weichem französischem Zungenschlag geprägte Aussprache vielleicht schneller als die Wirklichkeit.

Doch dass er wirklich Spaß machen kann, zeigte er nun an zwei erlebnisreichen Ferientagen im Wildpark Gangelt. Dort war er mal in voller Montur und bei bestem Sonnenschein und mit zahllosen Kindern unterwegs. Und mal war er mit der Zweituniform und weit weniger Kindern bei eher miesem Herbstwetter on tour.

Unterhaltsam auch im Regen

Immer war es spannend mit ihm, so erzählte er den jüngsten Wildparkbesuchern in seinem Regen-Outfit beispielsweise die Geschichte von der hungrigen Großmutter, die sich, ganz im Gegensatz zur Märchenvorlage, einfach den Wolf schnappte und aß, bevor Rotkäppchen das Tier retten konnte.

Auf Schatzsuche

Im Sonnenschein und mit der passenden Montur des französischen Flics – umgangssprachlich im Französischen der Ausdruck für Polizist – ging es dann richtig rund im Tierpark. Die Reifen seines kleinen Fahrrades dürften einiges an Profil gelassen haben, als er mit den Kindern einen natürlich ausgedachten Kriminalfall löste.

So hatte sich schon 1850 ein spektakulärer Überfall auf eine Kutsche ereignet. Räuber Schnauzbart, damals gefürchtet und immer wieder auf das Gold der Leute aus, hatte sich damals glatte 1000 Goldstücke unter den Nagel gerissen. „Vor ein paar Tagen wurde ein geheimnisvoller Zettel im Wildpark gefunden“, erzählte der „Flic“ den Kindern.

Darauf waren drei merkwürdige Reime geschrieben. So sei ein Drittel der Beute bei den Tieren, die pfeifen, vergraben, das zweite Drittel bei den Tieren mit den Pinselohren und das letzte Drittel in der Märchenwelt beim Isegrim. „Ich vermute, dass die Ururenkel von Räuber Schnauzbart bei ihrer Suche nach dem verlorenen Schatz ihrerseits den Zettel verloren haben“, so der französische Kriminalspezialist zu den Kindern.

Kreuz und quer ging es daraufhin durch den Park, vorbei an den Parkbewohnern und den anderen Besuchern, die sich schon über das französische Polizeiaufgebot im Park wunderten. Doch die Auflösung war für die echten Kinderexperten im Wildpark nur eine kleine Mühe, und am Ende wurden die 1000 Goldstücke, die sich in der Zwischenzeit in gülden verpackte Schokoladenmünzen verwandelt hatten, dann nicht nur gefunden, sondern vom jungen Polizeinachwuchs mit größtem Vergnügen auch verspeist.

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