Geilenkirchen-Würm - Flauschige Jungvögel werden bald flügge

Flauschige Jungvögel werden bald flügge

Von: Georg Schmitz
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Dicht aneinander gedrängt: Die drei jungen Schleiereulen wachsen in der Kirchturmwohnung in Würm auf. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Würm. Drei junge Eulen harren mit weit aufgerissenen Augen ihrer Dinge. Nach Athen werden sie garantiert nicht gebracht, aber in der Umgebung von Würm finden sie nach Verlassen ihres Nestes sicherlich ein Zuhause. Pfarrer Norbert Kaluza freut sich erneut über die Bruterfolge im Turm der altehrwürdigen St.-Gereon-Kirche. Seit etwa einem Jahrzehnt beherbergt das Gotteshaus in der „oberen Etage” Greifvögel.

Meistens sind es nachtaktive Schleiereulen, aber einmal hatte sich ein Turmfalke „eingeschlichen” und das Schleiereulenpaar aus ihrem Zuhause vertrieben. Ein Jahr später waren es wieder die Eulen, die dem Falken zeigten, wo es lang geht. In diesem Jahr ist alles wie gehabt. Vor Wochen machten es sich die Schleiereulen gemütlich. Bald lagen Eier in dem eigens für die Greifvögel gefertigten Holzkasten mit Öffnung nach draußen. Es dauerte nicht lange und schon riefen drei putzmuntere Jungvögel nach Futter.

Ständig sind die Eltern seitdem auf Nahrungssuche, wobei kleine Nagetiere, besonders Mäuse zur bevorzugten Beute zählen. Während der Jagd gleitet die Schleiereule oft nur wenige Meter über dem Erdboden, dabei ist ihr Flug nahezu geräuschlos. Dieser bodennahe Flug auch über Straßen wird den Tieren aber oftmals zum Verhängnis, alljährlich werden tausende Eulen dabei von Autos getötet.

Die Weibchen sind für das Brüten zuständig, und bis zum Alter von drei Wochen des jüngsten Nachwuchses schafft das Männchen die Nahrung alleine herbei. Die Ortung der Beute erfolgt optisch und akustisch, wobei der Gesichtsschleier die Schallsammlung für das Gehör verstärkt und andere Geräusche abschirmt. Bei dem regelmäßigen lautstarken Glockengeläut im Würmer Kirchturm müsste sich nämlich jeder Mensch die Ohren zuhalten.

Das Eulenpaar und die drei Nestlinge stören sich offensichtlich nicht an dem Spektakel, dass sich tagtäglich nur wenige Meter neben ihrer Holzwohnung abspielt.

Den Tag verbringen Schleiereulen fast immer regungslos sitzend und dösend an ihrem Ruheplatz. Die Tiere suchen sich ihre Wohnungen bevorzugt in alten Scheunen, hohlen Bäumen oder Kirchtürmen. Der Tagesruheplatz muss dunkel und vor Witterungseinflüssen geschützt sein. Der weiche Flaum des Trios ist zwischenzeitlich einem angehenden Federkleid gewichen und wahrscheinlich werden die Jungtiere in ein bis zwei Wochen flügge sein und erstmals auf die Reise gehen. Dann wird es auch Zeit, sich ein eigenes Revier zu suchen und später eine Familie zu gründen. Schleiereulen erreichen eine Größe von bis zu 35 Zentimetern

Pfarrer Norbert Kaluza wird seine „Zöglinge” beobachten und freut sich schon auf das kommende Jahr, wenn wieder neue Jungeulen aufgezogen werden.
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