Geilenkirchen - Fläche vor St. Ursula zu aufwändig geplant?

Fläche vor St. Ursula zu aufwändig geplant?

Von: st
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Großer Pflegeaufwand der Parkanlage? Für die Geilenkirchener FDP ist die Fläche vor St. Ursula zu aufwändig geplant. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Geilenkirchener FDP übt Kritik an der neuen Planung des Platzes vor St. Ursula: Grün soll der Platz vor St. Ursula auch nach Abschluss des dritten Bauabschnittes der Innenstadtsanierung bleiben. Entlang der Zufahrt zu St. Ursula sollen Säuleneichen gepflanzt werden, auf der Fläche vor dem Gymnasium entstehen Rasenflächen und eine Hainbuchenhecke.

Platanen, Gräser und Stauden werden ebenfalls angepflanzt, die im Planungsbereich stehende Magnolie soll erhalten bleiben. Akzeptiert wurde die Planung im Umwelt- und Bauausschuss, und auch der Stadtrat hat einstimmig grünes Licht gegeben.

Die neue Planung wurde aufgrund einer Beschwerde der Grünen erforderlich. Die Grünen hatten kritisiert, dass die Parkplätze des Gymnasiums in die Planung mit einbezogen worden waren. Durch das Ausklammern der Parkplätze sinken die Kosten nun von 723.391 auf 597.499 Euro. Die Geilenkirchener FDP hingegen sieht hier keine Kostenersparnis. Im Gegenteil: „Die Geilenkirchener FDP kommt zu dem Ergebnis, dass die nun umzusetzende Variante über den Zeitraum der gesamten Nutzungsdauer nicht günstiger, sondern teurer wird“, erklären Markus Melchers, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Geilenkirchen, und sein Stellvertreter Nils Kasper. Sicherlich koste die nun umzusetzende Variante 125.892 Euro weniger als die ursprüngliche Planung: Da die Maßnahme vom Land zu 65 Prozent gefördert werde, bleibe ein Anteil von 35 Prozent, den die Stadt finanzieren müsse. Dies entspreche einem „vermeintlich eingesparten Eigenanteil von 44.062 Euro“.

„Der Behauptung, die Stadt Geilenkirchen hätte diesen Betrag nun tatsächlich gespart, müssen wir jedoch energisch widersprechen“, erklären die Liberalen und begründen dies mit einem wesentlich höheren Pflegeaufwand. „Eine Parkanlage mit der Gestaltung, die die Stadt Geilenkirchen nun realisiert, muss mehrmals jährlich von Landschaftsgärtnern sehr aufwändig gepflegt werden. Die Flächen sind sehr verwinkelt und sollen tipptopp aussehen“, sagt Melchers. Dazu gehöre das Schneiden der nun zahlreicher vorhandenen Hecken, das Schneiden der Formgehölze, die Pflege der Wege und die Wartungs- und Reinigungsarbeiten der „im Übermaß“ vorhandenen Bänke und Mülleimer. Die Liberalen hatten nachgerechnet: Verteile man die vermeintliche Einsparung von 44.062 Euro auf die erhoffte Nutzungsdauer des Parks von 25 Jahren, seien dies jährlich 1762 Euro.

Der Lohn für landschaftsgärtnerische Arbeiten liege in der freien Wirtschaft aktuell bei 35 Euro je Arbeitsstunde. Somit stünden bei 1762 Euro im Jahr nur 50 Arbeitsstunden zur Verfügung, Energie- und Gerätekosten seien noch nicht berechtigt.

„Die Stadt Geilenkirchen bekommt aufgrund der Intervention von Bündnis 90/Die Grünen nun nur die zweitbeste und dafür teurere Innenstadtgestaltung“, erklären die Geilenkirchener Liberalen. Wie für die Geilenkirchener FDP die beste Variante aussieht, erklärt deren Fraktionsvorsitzende Toska Frohn: „Wir sprechen uns für die ursprüngliche Variante mit dem Campuscharakter aus. Die große Rasenfläche mit niedriger Hecke wäre dauerhaft wirtschaftlicher. Die neue Variante ist zwar ansprechender, aber aufwändiger.“

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