Geilenkirchen - „Fidele Bühne Waurichen“: Tosender Beifall für einen verrückten Plan

„Fidele Bühne Waurichen“: Tosender Beifall für einen verrückten Plan

Von: Renate Kolodzey
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Andreas (2. v. l.) mimt im Auftrag seines Freundes Josef (r.) den „Deppen“, um Hedwig davon abzuhalten, diesen in den Urlaub zu begleiten. Foto: Renate Kolodzey
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Ganz hingerissen ist Josef von der zweiten Dame, die sich auf seine Annonce gemeldet hat, und hilft ihr liebend gerne beim „Entkleiden“. Foto: Renate Kolodzey
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Die hingerissenen Zuschauer spendeten tosenden, langanhaltenden Applaus. Foto: Renate Kolodzey

Geilenkirchen. „Man hat mal wieder so richtig lachen können“, war die einhellige Meinung der Zuschauer nach der Premiere des neusten Stücks der „Fidelen Bühne Waurichen“ am Freitag. Zweieinhalb Stunden faszinierte die Theatergruppe ihr Publikum mit dem flotten Dreiakter „Ein total verrückter Plan“ im voll besetzten Saal des Bürgerhauses.

Auch Bürgermeister Georg Schmitz war dabei: „Ich mag lustige Stücke und komme schon seit Jahren hierher!“

Nach jedem Akt gab es eine kurze Pause, in der die Besucher sich mit leckeren Snacks von Alexa Schieren, Marlene Forschelen und Beatrix Baues stärken konnten. Uwe Görtz, Mitglied der Truppe, begrüßte unter den Gästen auch Theaterkollegen aus Siersdorf und den 85-jährigen Hubert Simons aus Alsdorf als ältesten Gast.

Licht aus – Spot an: Auf die Bühne polterte der Protagonist des Stücks, Josef Himmel (Rüdiger Tamm). Mit seiner Schwägerin Hedwig Hundt (Marianne Berger) zusammenlebend, brauche er unbedingt eine Auszeit von ihr, erzählte er, denn ihr Sauberkeitsfimmel gehe ihm gehörig auf die Nerven. „Ich will ein einziges Mal Urlaub machen, ohne dass Hedwig mir sagt, ich solle die Unterwäsche wechseln. Ich möchte endlich mal meine Unterhose zwei Wochen lang anlassen!“

Josef heckt einen Plan aus und stellt seinen Arbeitskollegen Andreas Käs (Peter Berger-Noth) als „Deppen“ vor, den er unbedingt in den Urlaub begleiten müsse. „Der heißt zwar ‚Käs‘, aber er stinkt nicht – der müffelt nur“, beruhigt er seine Schwägerin.

Selbstverliebt lässt Josef das Publikum wissen, man nenne ihn den „Womanizer“, auf Deutsch „Fliegenfänger für Frauen“: „Die Frauen sehen mich und bleiben kleben – so wie bei Bratpitt und Klooni!“ Die Zuschauer johlten – der Funke sprang sofort über, und sie hatten viel Spaß und lachten Tränen.

Josef erklärte nun Andreas, wie er den „Deppen“ spielen solle: „Du darfst in der Nase bohren und Dich am Popo kratzen!“ „Kann ich das auch umgekehrt machen?“, wollte dieser wissen. Zudem stellte Josef ihm seine Nachbarin Berta Heob (Nicole Schieren) vor, die früher Ausbilderin in einem Männercamp war: „Man hat ein halbes Jahr gebraucht, um herauszufinden, dass sie eine Frau ist!“

Deren cleverer Mann Hugo (Robin Finken) erpresst ungeniert Geld von Josef, damit er den Plan nicht verrät. Seine strenge Frau testet ihn ständig auf Alkoholgenuss, wobei ihn seine Ausreden oft nicht retten: „Ich habe Schweine gehütet!“ „Aber wir haben doch nur ein Schwein!“ „Ja, aber das ist dauernd durcheinandergelaufen!“

Andreas soll nun Isolde Kugel (Bettina Salber) abwimmeln, die sich auf Josefs Annonce als Urlaubsbegleitung gemeldet hat. Beim Anblick der flotten Dame ist Andreas hin und weg: „Sie sehen umwerfend aus!“ „Aber Sie stehen doch noch“, meint diese keck.

Die zweite attraktive Dame, die auf Josefs Annonce antwortete, nimmt dieser in Empfang und versucht, sie mit Gesang zu bezirzen: „Es wird Nacht, Senorita!“ Doch zur Gaudi der Zuschauer stürmt „Peppi“ alias Andreas in gepunktetem Kleid herein und vermasselt das Schäferstündchen. Wütend wetzt Josef sein Messer, will „Peppi“ abmurksen, doch Hugo rettet ihn. Am Ende klärt sich alles auf: Die kesse Dame ist die verkleidete Schwägerin Hedwig, die nun ihren Josef heiratet, und „Peppi“ vermählt sich mit Isolde. Die Besucher bedankten sich mit tosendem Applaus bei den Akteuren sowie der Regisseurin Ulli Sausen-Malka, den Souffleusen Anneliese Schaps und Birgit Keldenich sowie den Maskenbildnerinnen Christine und Julia Jung.

 

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