Geilenkirchen-Waurichen - „Fidele Bühne Waurichen” bringt Komödie mit viel Lokalkolorit

„Fidele Bühne Waurichen” bringt Komödie mit viel Lokalkolorit

Von: agsb
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Neugierige Nase: Briefträgeri
Neugierige Nase: Briefträgerin Helga sorgt mit ihren Gerüchten im Stück für einigen Trubel. Foto: agsb

Geilenkirchen-Waurichen. War das ein Spaß: Die „Fidele Bühne Waurichen” hat auch beim jüngsten Bühneneinsatz ihr Publikum begeistert. Gespielt wurde ein Schwank von Bernd Gombold: „Zu früh gefreut”.

Zur Premiere waren die Theaterfreunde auch aus den umliegenden Orten ins Bürgerhaus Waurichen gekommen. Enttäuscht wurden sie nicht, erneut entpuppten sich die Besetzungen als Glücksgriffe. Im Vereinssport würde man von einer mannschaftlichen Geschlossenheit sprechen.

Aus dieser starken Truppe könnte man Nicole Schieren als Franziska besonders hervorheben. Sie spielte ein verdummtes Mädel, das nur die Arbeit auf dem Bauernhof kennt und vom Vater mit einem Sohn des befreundeten Bauernkollegen verkuppelt werden soll. Stark auch Alexa Schieren als Briefträgerin Helga, die bereits weiß, was in den Briefen steht, die sie verteilt. Und plötzlich wittert sie gar einen Mordanschlag!

Die beiden Mädels waren die Kapitäne im Stück, rissen aber die anderen mit - und so wurde der Schwank ein großer Erfolg. Szenenapplaus bestärkte die Akteure darin, dass sie alles richtig machten und das Stück im Publikum ankam. Zum Inhalt: Als Schlawiner entpuppen sich der Bürgermeister (Helga Storms) und sein Stellvertreter und Bauunternehmer Richard Raffer (Christian Storms). Dieser ist ein Wünschelrutengänger und die Route schlug in Nähe des Bauernhofes von Emil Ziegler (Harald Schollmeyer) aus.

Raffer ist sicher: Hier sprudelt eine Thermalwasserquelle unter dem Hof! Die will er anzapfen. Beide sehen in Waurichen bereits ein Thermalbad. So engagieren sie einen Geologen und sind verwundert, dass daraufhin Dr. Gunda Gräber (Angelika Mehlkop) auftaucht. Diese hat ein Zimmer im Hause Ziegler, verzückt Bauer Emil und auch dessen Sohn Dieter (Johannes Schollmeyer). Dieser spürt zwar bei Franziska (Nicole Schieren) kein Kribbeln, aber beim Anblick von Frau Dr. Gunda zuckt es in ihm gewaltig. „Das ist ja so, als hätte man beim Pinkeln einen Weidezaun getroffen!” - das war nur einer der Sprüche im Stück, der beim Publikum glänzend ankam.

Die Naturschützerin Mira Meislein (Beatrix Bauer) kämpft beherzt wie eine Grenpeace-Aktivistin und traut dem Bürgermeister und dessen Busenfreund nicht über den Weg. In der Wohnstube von Emil Ziegler mischt auch Oma Ziegler (Nicole Stallbaum) mit. Sie ist schwerhörig, bringt alles durcheinander, hat ein Herz für Franziska und wittert schon den Nachwuchs im Hause. Zum Schluss wird alles gut: Der Traum vom Thermalbad Waurichen platzt wie eine Seifenblase und Briefträgerin Helga räumt in ihrer Gerüchteküche auf.

Als Souffleuse war Margret Nieren im Einsatz, für die Maske zeichneten Christine Jung und Julia Jung verantwortlich.

Noch zwei Mal ist das Stück „Zu früh gefreut” zu sehen. Die Aufführungen finden am Freitag, 28. September, und Samstag, 29. September, statt. Der Vorhang hebt sich jeweils um 19.30 Uhr im Bürgerhaus in Waurichen.
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