Feuerwehrgerätehaus in Kraudorf-Nirm muss erweitert werden

Von: g.s.
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Linksseitig des bestehenden Fe
Linksseitig des bestehenden Feuerwehrgerätehauses am Sportplatz Kraudorf-Nirm wird schon bald mit dem Anbau begonnen, um die Löscheinheit für die Zukunft „fit zu machen”. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Das neben dem Sportplatz in Kraudorf-Nirm erbaute Feuerwehrgerätehaus soll erweitert werden. Andreas Eickhoff vom Gebäudemanagement der Stadt Geilenkirchen verwies bei der Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses der Stadt Geilenkirchen auf die in der Sitzungsvorlage detailliert ausgeführte Baumaßnahme.

Das 1972 errichtete und an das Sportlerheim angebaute eingeschossige und nicht unterkellerte Bauwerk mit Flachdach entspricht demnach nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Feuerwehrhaus.

Neben der Fahrzeughalle beherbergt das Gerätehaus eine Teeküche, einen Sanitärbereich und einen zentralen Flur. Ein nach der Norm für Feuerwehrhäuser geforderter Unterrichtsraum ist bei der Löscheinheit Nirm nicht vorhanden. „Die notwendige theoretische Ausbildung der Feuerwehrleute begegnet hier erheblichen Schwierigkeiten”, so Andreas Eickhoff. Für Ausbildungszwecke werde die Fahrzeughalle genutzt, vor Beginn der theoretischen Unterweisung müsse zunächst immer das Löschfahrzeug aus der Halle herausgefahren werden. Danach seien Tische und Stühle aufzustellen, die in einem Hochregal innerhalb der Fahrzeughalle gelagert würden. Die Nutzung technischer Hilfsmittel wie Computer oder Beamer könne nur provisorisch mittels transportabler Gerätschaften erfolgen.

Nach Beendigung des Unterrichts würden wieder alle zuvor benötigten Möbel und Hilfsmittel ausgeräumt und das Einsatzfahrzeug in die Halle zurückgestellt. Auch entspreche die Sanitärausstattung nicht den aktuellen Anforderungen. Nach DIN 14092-1 sei eine Mindestausstattung von einem WC, zwei Urinalen und einer Dusche für Männer sowie ein WC und eine Dusche für Damen mit jeweiligen Vorräumen gefordert. Zudem ist heute kein separater Umkleideraum vorhanden, das Umkleiden vor und nach den Einsätzen findet in der Fahrzeughalle statt. „Insgesamt weicht das heutige Raumangebot des Feuerwehrgerätehauses Kraudorf-Nirm erheblich von Vorgaben der DIN-Norm ab”, stellte Eickhoff fest.

Vor diesem Hintergrund seien auf Grundlage der Planungsüberlegungen zur Erweiterung des Feuerwehrhauses in 2010 insgesamt 80.000 Euro über die Dringlichkeitsliste zum Haushaltssicherungskonzept bereitgestellt worden und zwar jeweils 40.000 in 2011 und 40.000 in 2012. Weitere benötigte 20.000 Euro sollen in Form von Eigenleistung durch Angehörige der Löscheinheit Nirm erbracht werden. Vorgesehen ist eine Erweiterung um einen eingeschossigen Anbau mit 58 Quadratmeter Bruttogrundfläche, der Schulungsraum, Küche und Umkleideraum beinhalten soll. Die heutige Teeküche soll zum Duschraum umgebaut werden. Die voraussichtlichen Baukosten wurden mit 85.840 Euro ermittelt, wobei weitere 15 Prozent Nebenkosten inklusive der Planungs- und Ingenieursauslagen und Herstellung der Außenanlage in Ansatz zu bringen seien.

Die Gesamtkosten könnten sich so auf knapp 100.000 Euro belaufen. Vorbehaltlich der entsprechenden Planreife soll unverzüglich mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werden. Wie seit eh und je bei Feuerwehrmaßnahmen üblich, brachten die Ausschussmitglieder ihr Wohlwollen für die Freiwillige Feuerwehr zum Ausdruck und sprachen sich einstimmig für den Erweiterungsbau aus.
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