Feuerwehr zieht markante Jahresbilanz

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Außergewöhnlicher Einsatz für die Feuerwehr der Gemeinde: Am 1. Oktober des Vorjahrs prallte ein Milch transportierender Lastzug (Bild) in eine Hauswand im Ortsteil Birgden. Foto: Feuerwehr

Gangelt. Das Jahr 2013 war für die Feuerwehr der Gemeinde swie auch in den Vorjahren spannend, interessant – und vor allem arbeitsintensiv. 177 aktive Feuerwehrkameradinnen und Kameraden stellten in acht Löschgruppen den Brandschutz in der Gemeinde Gangelt sicher. Nicht minder aktiv sind die 44 Angehörigen der Ehrenabteilung.

Im Jahr 2013 wurden die aktiven Frauen und Männer zu weniger Schadensereignissen gerufen als in den Vorjahren. Nach 121 Einsätzen im Jahr 2012 wurden die Feuerwehren in der Gemeinde Gangelt im vergangenen Jahr 91 mal per Funkmeldeempfänger zu Einsätzen alarmiert. Mit 55 Alarmierungen war die Löschgruppe Gangelt an den meisten Einsätzen beteiligt, schildert die Feuerwehr.

Das liegt unter anderem daran, dass dort die Drehleiter der Gemeinde Gangelt stationiert ist. Diese wurde elfmal zu Einsätzen gerufen, unter anderem, um die Polizei bei Unfallaufnahmen zu unterstützen oder um nach Sturm Äste und Bäume zu beseitigen.

Die Löschgruppe Gangelt bildet mit der Löschgruppe Stahe-Niederbusch (Zahl der Einsätze: 40) den Zug 1. Der Zug 2 besteht aus den Löschgruppen Birgden (40), Kreuzrath (8) und Schierwaldenrath (14), der Zug 3 aus den Löschgruppen Breberen (33), Hastenrath (32) und Langbroich (30). Rund die Hälfte der aller Einsätze entfiel mit 47 Alarmierungen auf Brandeinsätze, wobei 22 mal automatische Feuer-Infos durch Brandmeldeanlagen vorausgingen. Hierbei handelte es sich in der Regel um sogenannte Entstehungsbrände, die dank schnellen Eingreifens keinen großen Schaden anrichten konnten.

Während die meisten Brandmeldealarme aus dem Ort Gangelt kamen, war Birgden besonders von Feuer betroffen. Zwei Zimmer-, vier Flächen- und zwei Fahrzeugbrände ließen die Feuerwehr nach Birgden ausrücken. Hinzu kam im Juli ein Brand in der Birgdener Leichenhalle, bei dem ein Dach­decker wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt werden musste.

34 mal rückten die Feuerwehren der Gemeinde Gangelt aus, um technische Hilfen zu leisten. Dabei handelte es sich in der Regel um Verkehrsunfälle, um Sturm- oder Wasserschäden. Es zählt aber auch die Beseitigung von Ölspurendazu.

Besondere Aufmerksamkeit wurde der Gemeinde-Feuerwehr zuteil, nachdem viele Medien, wie auch das Fernsehen, von einer Einsatzstelle in Birgden berichtete. Dort war am ersten Tag des Monats in einer Kurve ein Milchtransporter umgekippt und in ein Wohnhaus gestürzt.

Weitere zehn Einsätze entfielen auf die Unterstützung von Rettungsdienst und Polizei sowie auf eine Tierrettung – da saß eine Katze in einem Regenfallrohr fest. Zudem wurde die Wehr sechsmal zur „Tragehilfe“ und Öffnung von Türen für den Rettungsdienst eingesetzt. Dreimal wurde die Drehleiter der Feuerwehr Gangelt zur Aufnahme von Unfällen durch die Polizei gerufen.

Und dass Freiwillige Feuerwehren Tag und Nacht einsatzbereit sind, machen insbesondere die Einsätze an Heilig Abend deutlich. Nachdem bereits sieben Einsätze abgearbeitet worden waren, kam es am Abend zu einem Entstehungsbrand in einer Behinderteneinrichtung, zu der fünf Löschgruppen und der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Gangelt alarmiert wurden. Die Einsatzkräfte verließen ihre Familien um anderen Hilfe zu leisten.

Die Feuerwehr der Gemeinde Gangelt verfügt nach wie vor über einen angemessenen Fuhrpark. Die 177 aktiven Feuerwehrangehörigen können in den acht Feuerwehrgerätehäusern auf 19 Einsatzfahrzeuge zurückgreifen. Damit auch Gemeindebrandinspektor Günter Paulzen, Leiter der Feuerwehr, jederzeit schnell alle Einsatzstellen erreichen kann, steht ihm zusätzlich ein Kommandowagen zur Verfügung. Im Jahr 2013 konnte der Fuhrpark der Feuerwehr Gangelt weiter modernisiert werden. Nach 31 Jahren Dienstzeit wurde das alte Tanklöschfahrzeug, das zuletzt zur Löschgruppe Stahe-Niederbusch verfügt war, durch ein modernes LF 20 ersetzt.

Neben den Einsätzen gab es für die Feuerwehren in der Gemeinde Gangelt allerhand mehr zu tun. In Birgden wurde fleißig am Feuerwehrgerätehaus gearbeitet. Nach dem Richtfest im Juni 2012 stand 2013 im Zeichen des Innenausbaus. Die erste Ehrung des Jahres 2014 fand bereits in den neuen Räumen statt.

Da die Anforderungen an die Einsatzkräfte stetig steigen, ist eine nachhaltige Aus-, Fort- und Weiterbildung unumgänglich. In vorigen Jahr fand erstmals ein Fahr­sicherheitstraining für die Feuerwehr Gangelt statt. Darin wurden 29 Einsatzkräfte durch Fahrtrainer Peter Müller speziell geschult. Sieben Kameraden beendeten ihre Grundausbildung, sechs Feuerwehrangehörige wurden zu Maschinisten für Löschfahrzeuge ausgebildet.

Neben dem regulären Übungsdienst und der Aus-, Fort- sowie Weiterbildung wurden mehrere Einheiten bei zwei großangelegten Übungen eingesetzt. Im ­April wurden die Katastrophenschutzfahrzeuge, die an den Standorten Gangelt und Breberen untergebracht sind, zu einer Alarm­übung in Wildenrath gerufen. Bei der unangemeldeten Alarmierung wurde der Gefahrenabwehrplan des Kreises Heinsberg überprüft, der auf dem ehemaligen Flughafengelände in Wildenrath aufgestellt wurde.

Im September wurden zahlreiche Kräfte von THW, Feuerwehr und Rettungsdienst zu einer großen Alarmübung auf den Nato-Flugplatz in Geilenkirchen-Teveren gerufen. Hieran nahmen teil der Einsatzleitwagen (stationiert in Birgden), das Katastrophenschutzfahrzeug LF 16-TS (stationiert in Breberen) sowie das Tanklöschfahrzeug TLF 4000 (stationiert in Stahe).

Zur Brandschutzaufklärung besuchten wieder Kindergärten aus der Gemeinde Gangelt die Feuerwehren. Erstmals sogar der deutsche Kindergarten aus dem niederländischen Brunssum.

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