Feuerwehr Gangelt: Ein Großbrand, technische Hilfe und Aufklärung

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Jahreshauptübung im September: Ein Unfallszenario fordert den Einsatz der Feuerwehrkameraden in Gangelt. Foto: Oliver Thelen
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Empfang der neuen Drehleiter am 14. Dezember: Seitdem ist das Gerät bei zahlreichen Einsätzen angefordert worden. Foto: Dennis Krentzke

Gangelt. Jahresrückblick der acht Löscheinheiten der Feuerwehr Gangelt: Das Jahr 2016 war für die Feuerwehr Gangelt sehr ereignisreich. 186 aktive Feuerwehrkameradinnen und –kameraden, sieben mehr als im Vorjahr, stellten in acht Löscheinheiten den Brandschutz in der Gemeinde Gangelt sicher.

Nicht minder aktiv waren die 45 Mitglieder der Ehrenabteilung. Auch wenn sie sich eigentlich schon in der „Feuerwehrrente“ befinden, engagieren sie sich oftmals in den einzelnen Vorständen und stehen den anderen Kameraden mit Rat und Tat zur Seite. In der Jugendfeuerwehr waren in 2016 37 Kameradinnen und Kameraden aktiv. Nachwuchssorgen hat die Freiwillige Feuerwehr Gangelt zur Zeit keine.

Das Jahr 2016 startete mit einer unerfreulichen Nachricht. Die Feuerwehrgerätehäuser in Stahe und Schierwaldenrath wurden das Ziel von Einbrechern. Dabei entwendeten die Täter in Stahe zwei Paradeäxte.

Im Februar 2016 verstarb der langjährige Leiter der Feuerwehr Gangelt und stellvertretende Kreisbrandmeister Josef Scheufens. Bei der Beisetzung auf dem Gangelter Friedhof zeigten zahlreiche Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus ihre Anteilnahme.

Ein Höhepunkt des Jahres war die Einsegnung des Feuerwehrgerätehauses in Birgden. Nach rund fünf Jahren Bauzeit und mehr als 11.000 ehrenamtlich geleisteten Stunden konnte die Löscheinheit Birgden endlich ihr neues Domizil beziehen. Nur wenige Wochen später startete die Löscheinheit Schierwaldenrath mit einem Anbau an ihrem Feuerwehrgerätehaus. Hier wird ein Stellplatz für das neue Mannschaftstransportfahrzeug geschaffen.

Das Einsatzjahr 2016 war für die Feuerwehr Gangelt sehr arbeitsintensiv. Die Einsatzkräfte wurden 131 mal alarmiert, das waren 26 Einsätze mehr als im Vorjahr. Grund für den Zuwachs waren unter anderem mehr automatische Feuermeldungen durch Brandmeldeanlagen.

Mit 65 Alarmierungen war die Löscheinheit Gangelt an den meisten Einsätzen beteiligt. Die zweitmeisten Einsätze verzeichnete mit 45 Einsätzen die Löscheinheit Stahe-Niederbusch.

Technische Hilfeleistung

Diese beiden Löscheinheiten bilden den Zug 1 der Feuerwehr Gangelt. Der Zug 2 besteht aus den Löscheinheiten Birgden (37 Einsätze), Kreuzrath (17) und Schierwaldenrath (27); der Zug 3 aus den Löscheinheiten Breberen (37), Hastenrath (30) und Langbroich-Harzelt (29). Der Fernmeldedienst der Feuerwehr Gangelt war mit dem Einsatzleitwagen an 27 Einsätzen beteiligt.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren verschob sich der Einsatzschwerpunkt im Jahr 2016 zu technischen Hilfeleistungen, etwa Verkehrsunfälle oder Hilfe bei Sturm- und Wasserschäden. Eine technische Herausforderung war die Befreiung eines eingeklemmten Arbeiters nach einem Betriebsunfall in Gangelt. Der junge Mann war am 5. Februar mit seinem Gabelstapler umgestürzt.

Insgsamt war nur ein größerer Brand zu verzeichnen: ein Scheunenbrand am 14. September in Schierwaldenrath.

Wie wichtig Brandmeldeanlagen sind, machten den Einsatzkräften gleich zwei Einsätze deutlich. Im Juni löste die Brandmeldeanlage in einer Einrichtung für behinderte Menschen in Gangelt aus. Aufgrund der frühzeitigen Alarmierung konnte Schlimmeres verhindert werden.

Am 2. Oktober wurden Mitarbeiter und Bewohner einer geschützten Senioreneinrichtung in Mindergangelt durch die Brandmeldeanlage vor einem Zimmerbrand im Dachgeschoss gewarnt.

Die wohl ungewöhnlichste Alarmierung ereilte die Einsatzkräfte am 27. Januar. In einer Müllverbrennungsanlage in Kamp-Lintfort wurde eine geringe Menge eines radioaktiven Stoffes gefunden. Da der angelieferte Abfall zuvor teilweise in Hanbusch umgelagert wurde, kontrollierte die Feuerwehr Gangelt zusammen mit dem ABC-Zug des Kreises Heinsberg den Umschlagplatz. Hierbei konnte jedoch keine erhöhte Strahlung festgestellt werden.

Häufig wurden Einheiten der Feuerwehr Gangelt zur Unterstützung anderer Behörden und Organisationen oder anderer Feuerwehren angefordert, in vielen Fällen wurde dabei die neue Drehleiter benötigt.

Die längste Anfahrt des Jahres hatten Einsatzkräfte am 2. Juni in Hamminkeln, wo ein Deich zu brechen drohte. Die Feuerwehr Gangelt war mit neun Einsatzkräften vor Ort.

Auch in 2016 legte die Feuerwehr Gangelt Wert auf die Brandschutzaufklärung. Durch den Besuch der Kindergärten in der Gemeinde wurden mehr als einhundert Kinder über die Arbeit der Feuerwehr, insbesondere über die Arbeit der Jugendfeuerwehr, informiert. Auch in einer Wohngruppe der Katharina Kasper ViaNobis GmbH war die Feuerwehr zu Gast.

Soziales Engagement stellte die Feuerwehr nicht nur bei der aktiven Brauchtumspflege unter Beweis. Im Februar wurden im Ortskern von Gangelt auch die ersten 14 von 42 Stolpersteinen verlegt. Darunter befand sich ein Stein für ein Gründungsmitglied der Feuerwehr Gangelt, Emil Falkenstein.

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