Übach-Palenberg - Festzug der Boschelner Schützen: „Hoch lebe das Königspaar“

Festzug der Boschelner Schützen: „Hoch lebe das Königspaar“

Von: Renate Kolodzey
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Strahlende Majestäten im Festzug: Das Königspaar Birgit und Thomas Zilgens steht im Mittelpunkt der St.-Rochus-Schützenbruderschaft Boscheln. Foto: Renate Kolodzey
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Auch das Jungprinzenpaar Robin Wester und Franziska Neumann genießt die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Foto: Renate Kolodzey

Übach-Palenberg. Das größte Schützenfest der Welt wird jedes Jahr in Hannover gefeiert, doch auch die prächtige Feier der St.-Rochus-Schützenbruderschaft Boscheln 1880 kann sich sehen lassen: Nach zwei aufregenden Party-Tagen inthronisieren die Vereinsmitglieder am Sonntag in einer Heiligen Messe die neuen Majestäten.

Dem obligatorischen Fahnenschwenken folgt der Gang zum Ehrenmal, wo sie einen Kranz niederlegen, ehe sich alle beim Frühschoppen zum zünftigen Beisammensein einfinden. Am Nachmittag krönt die Feierlichkeiten ein Festzug durch Boscheln.

Das Haus des Schützenkönigs und Brudermeisters Thomas Zilgens und seiner Gattin Birgit ist mit Blumengirlanden und Schildern „Hoch lebe das Königspaar“ und „Hoch lebe der Prinz“ festlich geschmückt.

Hier warten die beiden mit den weiteren Majestäten – Ehrenkönig Hans-Peter Schlebach, Prinzenpaar Jessica und Fabrice Zilgens, Schülerprinz Marc Wester sowie Jungprinzenpaar Robin Wester und Franziska Neumann – darauf, von ihren Schützenbrüdern zum Zug abgeholt zu werden.

15 Kilo schweres Silber

Auf Thomas Zilgens Brust und Rücken schimmert das Königssilber: Die Plaketten mit den eingravierten Namen der jeweiligen Schützenkönige der letzten 50 Jahre. Sie wiegen rund 15 Kilogramm. Der Verein ist schon 137 Jahre alt, demnach müssten es ebenso viele Plaketten sein, doch nur die der letzten 50 Jahre werden getragen, da sie sonst zu schwer wären. „Wenn ich alle tragen müsste, würde ich zusammenbrechen“, schmunzelt Zilgens. „Zudem gravieren wir in den letzten Jahren auf eine Plakette immer die Namen von drei Königen ein“, lässt er wissen.

Vor dem Haus und auf der Straße haben sich bei strahlendem Sonnenschein viele Menschen versammelt und warten gespannt auf das Eintreffen des Festzuges. Bald ruft ein kleiner Junge aufgeregt: „Die Musik kommt“, und in der Tat ist der Instrumental-Verein Herbach mit schwungvollen Klängen als Erster zu sehen.

Neben den St.-Rochus-Schützen sind die St.-Sebastianus-Schützen aus Übach dabei, ebenso Bruderschaften aus Eschweiler, Stolberg und sogar Herdecke, deren Kontakt über familiäre Beziehungen geknüpft wurde. Aus Aachen marschieren die Diözesan-Königin Elke Ürlings-Heidbüchel nebst Gatte Bernd mit, und Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch schreitet gleich hinter der Fahne, flankiert von zwei Schützen. Auch das „Trommlercorps Laffeld“ mischt das Treiben mit flotter Musik auf.

Die Offiziere begeben sich in das Haus des Königspaares und geleiten alle Majestäten würdevoll hinaus, wobei sie diese sinnbildlich mit ihren gestreckten Säbeln beschützen.

Unter begeistertem Beifall der Zuschauer nehmen die strahlenden Paare in ihren eleganten Roben die Parade ab. Danach zieht der Umzug von der Rembrandtstraße über die Roermonder-, Brüne-, Carl-Alexander- und Mittelstraße bis zum Festzelt an der Kirche, begleitet von Polizei und Feuerwehr und umjubelt von Schaulustigen.

Im Zelt wird die Stimmung nach der Begrüßung durch Stefan Wössner, Geschäftsführer der St.-Rochus-Schützen, von der fünfköpfigen Band „Die Grenzländer“ aus Alsdorf angeheizt – was eigentlich gar nicht nötig wäre, da es brütend heiß ist, was jedoch der guten Laune keinen Abbruch tut.

Besonders glücklich ist die elfjährige Jung-Prinzessin Franziska Neumann, die schon seit ihrer Geburt Vereinsmitglied ist, hat sich doch während des Schützenfestes ihr sehnlichster Wunsch verwirklicht: „Einmal im Leben Prinzessin sein!“

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