Festival für Nachwuchsbands: Das „Wurmstock“ wird neu aufgelegt

Von: Markus Bienwald
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Sie stehen geschlossen hinter dem Revival des in früheren Jahren sehr beliebten Musikfestivals „Wurmstock“ und freuen sich auf die Neuauflage am 9. August (v.l.): Heinz Gaida, der Übach-Palenberger Juso-Vorsitzender Lars Kleinsteuber, SPD-Stadtverbandsvorsitzender Alf-Ingo Pickartz und sein Stellvertreter Dr. Sascha Derichs. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Weißte noch?“ So fangen viele Geschichten an, gerade zu späterer Stunde, gerade im Freundeskreis. Und mit diesem Satz dürfte auch die Neuauflage des Musikfestivals „Wurmstock“ irgendwann einmal angefangen haben.

Wann das war, das wissen der aktuelle Vorsitzende der Übach-Palenberger Jusos, Lars Kleinsteuber, und der stellvertretende SPD-Stadtverbandsvorsitzende und frühere Juso Dr. Sascha Derichs nicht.

Aber letzterer hat noch eine sehr lebhafte Erinnerung, wie das damals war, vor der Jahrtausendwende, als er gemeinsam mit Wirt Heinz Gaida die Idee eines Nachwuchs-Musikfestivals an der Konzertmuschel im Naherholungsgebiet von Übach-Palenberg aus der Taufe hob. „Es war mir ein kleines Bedürfnis, das zu machen“, meint Heinz Gaida heute noch augenzwinkernd. Gemeint ist damit auch der Antrieb, der aktuell hinter der Planung für „Wurmstock“ steckt.

„Wir wollen einfach mal die Einrichtung Konzertmuschel wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen hier rücken“, ergänzt Sascha Derichs. Die Muschel gehört als ursprünglicher Teil des Naherholungsgebietes zum Antlitz der 1989 eingeweihten, rund 247.000 Quadratmeter umfassenden Grünfläche in der Stadt. Am Sonntag, 9. August, soll dann ab 15 Uhr am Seetreff im Wurmtal in der Konzertmuschel der Stecker eingesteckt und kräftig gerockt werden. „Wir wollen an die Erfolge der vergangenen Events anschließen“, so Lars Kleinsteuber.

Der war zwar beim ersten Mal im Jahre 1999 nicht dabei. Doch dank der ordentlichen Archivarbeit im SPD-Stadtverband ist das erste Plakat von damals nicht verschwunden, und diente nun als Vorlage für den kommenden Event.

Von der Bildfläche verschwunden

Drei Mal fand das immer als Open-Air-Veranstaltung und damit auch manchmal dem Regen ausgesetzte angelegte Festival in Übach-Palenberg statt, drei Mal auch in Geilenkirchen, ehe die Reihe irgendwann mal in den Annalen der lokalen Musikgeschichte verschwunden zu sein schien.

Damals, da war auch der heutige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Tim Böven noch am Keyboard einer Band zu sehen. „Blue Spirit hießen wir, und haben damals auch beim ersten Wurmstock gespielt“, erinnert er sich mit glänzenden Augen zurück.

Ob er auch bei der jüngsten Auflage wieder auf der Bühne nahe des zentralen Sees im Naherholungsgebiet zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten. „Vielleicht reicht es ja für eine Einlage“, meint Heinz Gaida mit breitem Lächeln dazu. Klar ist aber, dass sich alle Nachwuchsbands aus der Region gerne dazu berufen fühlen dürfen, beim kommenden, dem inzwischen siebten „Wurmstock“, auf der Bühne richtig Gas zu geben.

Bisher haben sich die Bands „The Bro“, „Against Stagnation“, „Devastor“ und „Sleepers“ zum Festival angemeldet. „Für die Siegerband haben wir noch einen tollen Preis auf Lager“, so Heinz Gaida, der als Stifter des ersten Preises bei diesem Konzert mit gleichzeitigem Bandwettbewerb auftritt. So winkt für die beste Gruppe beim kommenden „Wurmstock“ eine Aufnahmesession in einem professionellen Tonstudio.

„Das kann natürlich auch ein Sprungbrett sein“, findet nicht nur Lars Kleinsteuber. Und vielleicht ist es auch der Start einer großartigen Bandgeschichte, deren Mitglieder sich dann in ein oder zwei Jahrzehnten auch wieder Geschichten erzählen, die mit „Weißte noch, damals beim Wurmstock?“ beginnen.

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