Festhalle wird nach Willy Bomanns benannt

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Glücklich und zufrieden: Mit seinem Nachfolger Christoph Meiers zusammen enthüllte Willy Bomanns die Ehrenplakette, die fortan „seine“ Festhalle schmücken und ihr seinen Namen geben wird. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Danke für alles! Auch die Kindergartenkinder gratulierten Willy Bomanns mit einem Strauß Luftballons. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Festliche Klänge: Karl Schöbben brachte ein Ständchen auf dem Dudelsack. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Breberen. Voller Dankbarkeit, mit viel Freude und mit einer tiefen Verbeugung vor „seiner“ Dorfgemeinschaft erlebte Willy Bomanns am Donnerstagabend die Krönung seines Lebenswerkes im Kreise seiner Familie, Weggefährten und Freunde. Die Festhalle im Ortsteil Buscherheide heißt jetzt „Willy-Bomanns-Festhalle“.

Dieses Lebenswerk des Bäckermeisters lässt sich dabei mit einem Wort umreißen: Breberen! Während die Vereine den lauen Sommerabend zu einem kleinen Aufzug in Richtung Festhalle nutzten, nahm Willy Bomanns drinnen schon die ersten Glückwünsche entgegen. Allen voran sein langjähriger Mitstreiter, der einzig lebende Ehrenbürger der Gemeinde Gangelt, Heinrich Aretz.

„Die Ortsvereine und die Bürger wollen dir Danke sagen“, begrüßte Christoph Meiers, Bomanns Nachfolger im Vorstand der Festhalle, alle Gäste und Willy Bomanns zuvorderst. „Lehn´ dich zurück. Das, was jetzt passiert, ist nur für dich!“

Die musizierenden Vereine brachten ein Ständchen, der Kirchenchor sang, und natürlich hatten auch die Kinder des Kindergartens für den Mann, dem sie letztendlich ihren Kindergarten „Lindenbaum“ zu verdanken haben, ein paar Strophen einstudiert.

Günter Dammers, Ortsvorsteher der Dorfgemeinschaft, sagte das, was ja eigentlich eh schon alle im Dorf wissen. Er bescheinigte ihm „außergewöhnliches Engagement“ und zählte vom Kindergarten 1974 bis zur Festhalle, dem letzten Großprojekt Bomanns, vieles auf und kam dann auf das zu sprechen, was sich mit Geld eben nicht kaufen lässt. „Der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft und vor allem die Gründung der Vereinigten Vereine Breberen machen unser Dorf einmalig!“

Der brausende Applaus bestätigte Günter Dammers in seiner Aussage, dass Willy Bomanns sich unermüdlich über viele Jahre für sein Breberen eingesetzt hat: „Wie man Vereine unterstützt, lebt er vor!“

Bürgermeister Bernhard Tholen blickte aus einer anderen Richtung auf das Breberner Urgestein: „Willy Bomanns war seiner Zeit immer schon einen Schritt voraus!“ Damit meinte Tholen, dass die bomann´schen Ideen anfangs immer wieder auf Misstrauen, auf Unverständnis und hier und da auch auf Ablehnung gestoßen waren. Wer hatte schon 1974 einen Kindergarten in privater Trägerschaft? Als Breberen die Festhalle plante, gab es sowas in der ganzen Gemeinde nicht. „Du bist oft den schwereren Weg gegangen – schaut man sich im Ort um, muss man dir bescheinigen, dass du erfolgreich warst.“ Und nun sei er wieder allen anderen voraus: „Du bist der erste, nach dem eine Halle in der Gemeinde benannt wird!“

Von seinem Sohn Willibert auf die Bühne geleitet, verbeugte sich Willy Bomanns vor seiner Frau Maria, mit der er seit 55 Jahren verheiratet ist und die ihm bei vielen schwierigen Entscheidungen den Rücken gestärkt hat. Es folgte ein emotionales Dankeschön an die Dorfgemeinschaft, die Vereine und seine Familie.

„Breberen ist der schönste Ort mit wunderbaren Menschen, bei denen das Ehrenamt eine Selbstverständlichkeit ist.“ Unter brausendem Beifall enthüllte er dann mit Christoph Meiers zusammen die Ehrenplakette, die fortan „seine“ Festhalle schmücken und ihr seinen Namen geben wird. „Getränke sind da, Suppe ist da. Lasst uns meinen Ehrentag gebührend feiern“, lud Willy Bomanns seine Gäste ein.

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