„Fest der Begegnung”: Ein Miteinander ohne Grenzen in Geilenkirchen

Von: Georg Schmitz
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Henna für die Hände: Auch traditionellen indischen Körperschmuck gönnten sich die Festbesucher gern. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Mühe hat sich gelohnt, das „Fest der Begegnung” war ein Erfolg. Auch diese Form der Begegnung hatte sich die im Oktober 2011 im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken” gegründete Bürgergruppe Bauchem zum Ziel gesetzt. Der Stadtteil sollte zu einem Ort der Begegnung werden. Jetzt wurde er es.

Mangels Freizeiteinrichtungen hatten Heike Becker, Christel Coenen, Roswitha Eichhorn, Christiane Kirschbaum, Andrea und Stefan Latour nach Möglichkeiten der Gestaltung von Freiräumen gesucht. Weitere Bürger gesellten sich zu der Gruppe und brachten Ideen mit ein, die letztlich im „Fest der Begegnung” mündeten. Alle sechs Bauchemer Vereine, drei Kindergärten, fünf karitative Einrichtungen, soziale Organisationen, Parteien und die Aktionsgruppe Johann-Plum-Platz gestalteten das Fest mit. „Willkommen in Bauchem” stand auf den Plakaten, die seit Wochen auf das „Fest der Begegnung” aufmerksam machten. Ein derart großes Fest mit solch einer Vielfalt an teilnehmenden Gruppen hat es in Bauchem wohl noch nicht gegeben. Rund um das Hallenbad präsentierte sich mehr als ein Dutzend Kunstschaffender mit ihren Filz-, Bastel- und Strickarbeiten, mit Schmuck, Malerei, Fotografie und mehr. Da ließen sich die Mädels beim Aktionsstand „Runder Tisch für Flüchtlingsarbeit” Rastazöpfe fertigen oder die Hände nach indischem Vorbild kunstvoll bemalen.

Ein Bewegungsparcours war eine Herausforderung für die Jugendlichen, am Schießstand konnten sich unter Anleitung der Bauchemer Schützen auch die Erwachsenen versuchen. Auf dem Rollstuhlparcours der Lebenshilfe erfuhren die Teilnehmer, wie schwer es ist, den Alltag im Rollstuhl zu bewältigen. Daneben gab es ein über den Tag verteiltes Bühnenprogramm, das Gesang, Tanz und Instrumentalmusik beinhaltete. Hier machten die drei Kindergärten den Anfang, bevor eine Rollstuhlgruppe des „Haus Beatrix” unter dem Motto „Zum Tanzen braucht man keine Beine” einen Sitztanz aufführte.

Ein Highlight des Festes war der Auftritt von Anatoschka, einer weltweit bekannten Künstlerin des Moskauer Staatszirkus. Seit 40 Jahren begeistert sie mit Jonglage und Akrobatik das Publikum und das war auch in Bauchem nicht anders. Ob mit einer Hand auf einer Weltkugel oder gleich auf fünf Metallrohren balancierend - die Vorstellung von Anatoschka war atemberaubend. Die Russin setzt sich seit Jahren für soziale Projekte ein und bei ihrer Show bezog sie auch die Kinder mit ein. Tanz und Gesang, ein Konzert des Trommler- und Pfeiferkorps Bauchem, Mal- und Bastelaktionen rundeten den Festtag ab. Während Hanny Küch und Katharina Mosdzien vor erstaunten Zuschauern eine Laterne vor dem Hallenbad mit Dutzenden gestrickten Stoffmodulen für den Winter „warm anzogen”, sorgte Moderator Ronny Münchs für gute Unterhaltung und passende Sprüche.

Auch Bürgermeister Thomas Fiedler war angetan von dieser Vielfalt: „Hier ist etwas ganz Neues entstanden.” Nur gemeinsam seien Veränderungen zu meistern, wobei Gespräche über alle kulturellen Unterschiede hinweg helfen, und ein Miteinander unterschiedlicher Kulturen fördern. Fiedler lobte besonders Organisationsleiterin Christiane Kirschbaum, die auch während des Festes unermüdlich tätig war. Kirschbaum zeigte sich hoch erfreut über die stattliche Zahl von mehr als 1000 Besuchern. Auch der Vorsitzende des Stadtjugendrings, Klaus Striebinger, ergriff als Schirmherr der Veranstaltung das Wort. Sinn und Zweck des Festes sei es, Begegnungsplätze für Bürger zu schaffen sowie Toleranz und Vielfalt der Kulturen zu fördern. Und das war den Veranstaltern mit dem Fest gelungen.
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