Ferienspiele: Wilde Woche für Geilenkirchener Kinder

Von: Christina Kolodzey
Letzte Aktualisierung:
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Alle auf einen Blick: So ruhig ging es bei der Ferienwoche der Evangelischen Kirchengemeinde in Geilenkirchen nur selten zu.

Geilenkirchen. Hurra – endlich Sommerferien! Sechs Wochen lang keine Schule. Nur das tun, was man möchte. Für die meisten Kinder eine heiß ersehnte Zeit. Doch anderthalb Monate sind eine lange Zeit. Eine Möglichkeit zum Zeitvertreib sind die Ferienspiele der Evangelischen Kirche in Hünshoven.

Viele kennen sie bereits und nehmen gerne daran teil, weil sie wissen, dass sie viel Spaß versprechen. Seit nunmehr 14 Jahren gibt es diese Veranstaltung, und jedes Jahr warten neue Überraschungen auf den jungen Nachwuchs. Auch dieses Mal war die Woche vollgepackt mit Erlebnissen. Die 22 Sprösslinge im Alter von sechs bis elf Jahren ließen sich von Pfarrerin Tanja Bodewig, Erzieherin Anja Isbanner-Erdener, der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Annemie Lersmacher sowie zehn ehrenamtlich tätigen, etwas älteren Schülern „bespaßen“.

Basteln und Malen

Los ging ess zu Beginn der Woche mit dem Basteln von Marionetten im Gemeindezentrum. Hier konnten die Kinder ihre handwerklichen Fertigkeiten ausprobieren. Erstaunlich geschickt und mit großem Eifer sägten sie unter Anleitung aus einfachen Latten die Körper sowie Arme und Beine ihrer zukünftigen Marionetten zurecht, hämmerten U-förmige Metallhaken – sogenannte Krampen – in die Rümpfe, drehten unermüdlich kleine Ösen in die Gliedmaßen und verbanden alles miteinander.

Die Köpfe formten sie aus lufttrocknender Modelliermasse und bemalten sie originell mit Deckfarben. Zu guter Letzt bekamen die Figuren noch farbenfrohe Kleidung aus Stoffresten und Haare aus Wolle oder Filz aufgeklebt. Dabei herrschte eine entspannte Atmosphäre. Nur wenn einer der „großen Jungs“ gar zu laut hämmerte, kam prompt die flapsige Bemerkung eines „Kollegen“: „Hey, lass deine Agressionen nicht an den Kindern aus!“

Auch Krepp-Papier-Bilder wurden kunstvoll gestaltet: Hierzu schnitten die kleinen Bastler buntes Krepp-Papier in beliebige Ornamente, drapierten diese fantasievoll auf nasse Leinwände und ließen sie eine Nacht lang trocknen. Am nächsten Tag wurde das Krepp-Papier abgenommen und – oh Wunder – es hatte seine Farbe an die nassen Unterlagen abgegeben, so dass diese nun wie abstrakte Gemälde aussahen, die von den kleinen Künstlern gebührend bewundert wurden.

Spannender Ausflug nach Köln

An einem Tag ging es außerdem auf große Fahrt ins Abenteuermuseum „Odysseum“ nach Köln. Hier gibt es eine derzeit eine Sonder-Ausstellung über „Star Wars“. Über 200 Ausstellungsstücke aus den Filmen direkt aus Hollywood mit teils lebensgroßen Nachbildungen der Helden dieser Filme konnten sie bestaunen.

Am meisten Spaß hatten aber alle an den fast täglichen Wasserschlachten bei Temperaturen um die 36 Grad. Mit Wasserbomben konnten sich die Jungs und Mädels nach Herzenslust austoben. Zum Abschluss durften die kleinen Gäste am Freitagabend in der Kirche mit Isomatte und Schlafsack noch eine aufregende Übernachtung in dem altehrwürdigen Gotteshaus erleben, und nach einem gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen endete die abwechslungsreiche Woche für alle viel zu schnell.

Die elfjährige Amy Gregorius lobte etwa, dass „alles gut geplant war von den Organisatorinnen“, und ihr gefielen besonders die Wasserschlachten, „weil sie so schön erfrischend bei dem heißen Wetter waren“. Und die achtjährige Vanessa Stillenberg konstatierte: „Es war überhaupt nicht langweilig, und jetzt spiele ich mit der Marionette meinen Eltern zu Hause Theater vor!“

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