Geilenkirchen - Feldschäden: Stadt will mit Landwirten zusammenarbeiten

Feldschäden: Stadt will mit Landwirten zusammenarbeiten

Von: Leandra Kubiak
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Geilenkirchen. Den Stein hatte Christa Nickels ins Rollen gebracht. Vor gut einem Monat schrieb die ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen und Parlamentarische Staatssekretärin a.D. einen offenen Brief an die Untere Landschaftsbehörde beim Kreis Heinsberg, an die Stadt Geilenkirchen und den Vorsitzenden der Kreisbauernschaft, Bernhard Conzen. Darin ging es um die Feldraine insbesondere im Raum Geilenkirchen, die immer wieder beschädigt werden.

Ihre Forderung an die Landwirte: Das Abpflügen müsse ein Ende haben, da dadurch das Gemeineigentum beschädigt und der Artenschutz beeinträchtigt würden. Jüngst erklärten dann auch Geilenkirchens Grüne, sie wollen Beschwerden der Bürger – zum Beispiel in Form von Fotos – sammeln und diese zum Gegenstand einer öffentlichen Veranstaltung machen.

Das Thema Feldrandbegrünung und -pflege war diese Woche nun Thema im Rathaus: Bürgermeister Georg Schmitz lud zum Gespräch mit Bernhard Conzen und dem Technischen Beigeordneten Markus Mönter. Auch Vertreter der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes nahmen teil. Die Botschaft aller Beteiligten: Für das Problem der beschädigten Wegränder, die meist im öffentlichen Eigentum stehen, sollen Lösungen gefunden werden.

Conzen machte zunächst deutlich, dass es sich meist nicht um eine Absicht handele, wenn die Wegränder, die an landwirtschaftliche Nutzflächen grenzen, stark beschnitten oder beschädigt werden. Die Feldwege seien in aller Regel nur drei Meter breit – da die Nutzfahrzeuge in der Vergangenheit aber immer breiter geworden sind, ließe es sich zum Teil nicht vermeiden, dass der Grünstreifen von den Fahrzeugen beschädigt wird. Und der Weg würde sich an den Rändern durch die schwere Last der Fahrzeuge zum Teil absenken.

Von der Aktion der Grünen zeigte sich Conzen wenig begeistert. Es sei nicht Aufgabe der Bürger, Fotos zu machen und die Stadt damit zu ermahnen, sagte er. Gebe es Kritik seitens der Bürger, solle diese auf kurzem Wege übermittelt und schnell gelöst werden.

Um die Situation zu verbessern, wollen sich die Beteiligten nun für eine bessere Kooperation zwischen Landwirten und Kommunen einsetzen. Conzen sprach sich auch für die Instandsetzung von Wegen aus, zum Beispiel durch neu angelieferten Schotter. Das Material müsse dann die Kommune stellen.

Um die Landwirte auf die Problematik aufmerksam zu machen, brachten Landwirtschaftskammer und Rheinischer Landwirtschaftsverband jetzt eine Broschüre heraus, die Empfehlungen zur Pflege der Wegraine gibt. Darin heißt es zum Beispiel, dass es ausreiche, die Wegraine ein- bis zweimal pro Jahr zu mulchen oder zu mähen und dass damit möglichst erst ab Mitte Juni begonnen werden sollte, um die Brutperiode nicht zu stören.

„Die Biodiversität am Rande der Wege ist wichtig und soll erhalten bleiben – trotzdem muss man abwägen“, meinte Bernhard Conzen. Damit wies er darauf hin, dass bei den Grünstreifen immer beachtet werden müsse, ob das Regenwasser von den asphaltierten Wegen ausreichend abfließen kann.

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