Feier des Priesterjubiläums mit dem Bischof aus Polen

Von: Georg Schmitz
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Mit vielen Konzelebranten und dem emeritierten Bischof von Oppeln, Prof. Alfons Nossol (M.l.), beging Norbert Kaluza (M.r.) sein silbernes Priesterjubiläum. An der kirchlichen wie weltlichen Feier nahmen alle gesellschaftlichen Gruppen aus den vier Pfarreien teil. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Würm. Pfarrer Norbert Kaluza steht seit 25 Jahren in Diensten der Kirche und seit 1993 den Menschen in Würm und Umgebung seelsorgerisch zur Seite. Viele Kollegen, darunter Regionaldekan Winfried Müller, haben am Samstag mit Norbert Kaluza das silberne Priesterjubiläum gefeiert.

Zunächst geschah dies mit einem Festgottesdienst in der vollbesetzten Pfarrkirche, im Anschluss in lockerer Form im Gereonhaus in Würm. Mit dem Erzbischof von Oppeln/Polen, Professor Alfons Nossol, übernahm nicht nur Norbert Kaluzas ehemaliger Bischof, sondern auch ein großer Europäer die Zelebration.

Alfons Nossol wurde bereits mit der „Merite Européen” in Gold, dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie dem Augsburger Friedenspreis ausgezeichnet. Dazu besitzt er ein Dutzend Ehrendoktorwürden von deutschen und polnischen Universitäten wie auch der päpstlichen theologischen Fakultät in Breslau.

1999 verlieh ihm Papst Johannes Paul II. ob großer Verdienste den Ehrentitel „Erzbischof ad personam”. Am 14. August 2009 nahm Papst Benedikt XVI das altersbedingte Rücktrittsgesuch von Alfons Nossol an und ernannte Andrzej Czaja zu Nossols Nachfolger als Bischof von Oppeln.

Am Tag vor der jetzigen Feier in Würm wurde dem emeritierten Erzbischof von Oppeln im Aachener Dom der „Bischof-Klaus-Hemmerle-Preis” verliehen.

Für Norbert Kaluza war ein großer Wunsch und Traum in Erfüllung gegangen: „Als ich erfahren hatte, dass mein ehemaliger Bischof nach Aachen kommt, habe ich mir gewünscht, dass er mein Priesterjubiläum mitfeiert.”

Norbert Kaluza, in Polen geboren und aufgewachsen, wurde am 2. Februar 1985 in Odertal/Oberschlesien im Bistum Oppeln zum Priester geweiht. Bis Juli 1989 war er als Kaplan in Oberschlesien tätig, bevor ihn Bischof Alfons Nossol auf Bitten des damaligen Aachener Bischofs Klaus Hemmerle in das Bistum Aachen entsendete. Hier verrichtete der Jubilar bis September 1993 seinen seelsorgerischen Dienst in Mönchengladbach, bevor ihn der Bischof nach Geilenkirchen schickte.

„Eigentlich war es immer mein Traum, in einer Pfarre in Bayern, in den Bergen, tätig zu sein”, lenkte Norbert Kaluza während des Gottesdienstes ein. Doch dann sei er im „Flachland” angekommen, obwohl mit dem Gemeindehügel in Beeck immerhin „ein kleiner Berg vorhanden” sei.

Das Musikcorps Würm und Abordnungen der Schützenbruderschaften aus Würm, Leiffarth, Lindern, Kraudorf, Müllendorf, Immendorf und Waurichen hatten den Jubilar und seine Priesterkollegen in die Kirche geleitet. Eine große Anzahl an Messdienern, Fahnenträgern und der immer noch schön beleuchtete Tannenbaum bildeten im festlich geschmückten Altarraum eine imposante Kulisse. Die beiden Kirchenchöre St. Helena (Lindern) und St. Katharina (Immendorf) gestalteten die Messe musikalisch.

In seiner Predigt sagte Erzbischof Alfons Nossol, dass er es heute als „segensreiche Entscheidung” empfinde, Norbert Kaluza in das Bistum Aachen entsandt zu haben. Auch die Bevölkerung der vier Pfarrgemeinden St. Gereon in Würm, St. Johann Baptist in Lindern, St. Gertrud in Kraudorf und St. Peter in Immendorf, denen Norbert Kaluza als Pfarrer vorsteht, sehen in dem Geistlichen aus Polen heute einen der ihren.

„Bleiben Sie bei uns”

Die 2. Vorsitzende des Kirchenvorstands, Klaragret Stenner-Merzbach, lobte bei der Gratulationscour im Gereonhaus das Wirken von Norbert Kaluza. „Gottes Wege sind unergründlich”, hatte mit Blick auf den Werdegang des Pfarrers zuvor die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Anne Feilen, angedeutet und dem Jubilar gewünscht: „Bleiben Sie gesund, bleiben Sie bei uns.”

Jungen und Mädchen des Würmer Kindergartens sagten dem Geistlichen Gedichte auf. Es gab unzählige Glückwünsche und Geschenke, darunter das Schnitzwerk eines „Herrgottswinkels”, als gemeinsames Präsent der vier Pfarren. Und natürlich gratulierten auch die Feuerwehrkameraden. Denn Pfarrer Koluza ist aktives Mitglied in der Löscheinheit Würm.
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