FDP-Vorsitzender Speuser erleichtert über Parteiaustritte

Von: st
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Geilenkirchen. Nachdem die ehemalige Geilenkirchener FDP-Fraktionsvorsitzende Toska Frohn und der ehemalige Schatzmeister Stefan Kassel am frühen Freitagabend ihren Austritt aus der Partei erklärt haben, herrscht „Erleichterung“ bei den Geilenkirchener Liberalen.

Dies erklärte am Montag FDP-Ortsverbandsvorsitzender Björn Speuser. „Jetzt ist keiner mehr da, der quertreiben kann“, erklärte er. Am Samstag habe bei ihm das Telefon nicht mehr stillgestanden, viele Parteifreunde hätten ihre Erleichterung zum Ausdruck gebracht. Über die Tatsache, dass Stefan Kassel seinen Austritt aus der Partei auf der Homepage des Ortsverbandes, für deren Betreuung er selbst zuständig war, erklärt und begründet hat, ist Speuser enttäuscht.

„Am Mittwoch noch hat er bei einer Veranstaltung der Kreis-FDP in Erkelenz die heile Welt vorgespielt. Von Austritt war da nicht die Rede.“ Nach den jüngsten Vorstandswahlen habe er, so Speuser weiter, Kassel gefragt, ob er die Homepage weiter pflegen wolle. Er habe zugestimmt. Wie Kassel die Homepage gepflegt hat, wurde dann am Freitagabend sichtbar.

Speuser ging auch auf die von Kassel erhobenen Vorwürfe hinsichtlich einer strittigen Rechnung aus dem Wahlkampf ein. Kassel hatte auf der Homepage erklärt, diese sei nicht im Vorstand behandelt worden. „Stattdessen erging vom vermeintlichen Vorsitzenden das Machtwort, dass diese Rechnung privat bezahlt würde und der Schatzmeister dafür eine Spendenbescheinigung in die Wege leiten solle.“

Für dieses „Machtwort“ hat Speuser eine Erklärung. Die Rechnung der mit dem Wahlkampf beauftragten Werbeagentur sei höher ausgefallen als eingeplant. Da die Kasse der FDP aber leer gewesen sei, habe sich Nils Kasper bereit erklärt, die Mehrkosten aus eigener Tasche zu bezahlen. Es habe sich um einen Betrag von unter 300 Euro gehandelt.

Kasper habe um eine Spendenquittung gebeten, dagegen habe sich Kassel „aus moralischen Gründen“ gewehrt. Bei einem Sechsaugengespräch habe er als Vorsitzender schließlich ein Machtwort gesprochen und Kassel angewiesen, die Spendenquittung auszustellen. Am nächsten Tag sei Kassel dann als Schatzmeister zurückgetreten. Bei der Übergabe an den neuen Schatzmeister Horst Kasper sei dann festgestellt worden, „dass es mit der Kassenführung nicht so toll war“. Speuser: „Es gab keine Fehlbuchungen, es wurde aber unordentlich und unübersichtlich gearbeitet.“ Während noch erforderliche Meldungen an den Liberalen Partei-Service (LiPS) ausstünden, habe Kassel seine Kosten, die für die Versendung von Parteipost entstehen, ordnungsgemäß verrechnet.

Kassels anklagender offener Brief war am Montagabend immer noch online.

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