FC Union Lindern: Seit 100 Jahren eine feine Talentschmiede

Von: agsb
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Bewegender Moment beim Festakt
Bewegender Moment beim Festakt: Bernd Damm (l.) und Norbert Krichel (r.) begleiten den FC-Jubilar Adolf Helgers zur Bühne. Foto: agsb

Geilenkirchen-Lindern. Der FC Union Lindern hat besondere Festtage erlebt. Anlässlich des 100-jährigen Bestehen war vor allem der große Festabend ein Höhepunkt.

Einziger Wermutstropfen: der magere Besucherzuspruch. Der Festausschuss des FC hatte viel Werbung gemacht und Ehemalige angeschrieben - dennoch blieben einige Plätze im Festzelt leer. Wer gekommen war, wurde jedoch belohnt. Die Anwesenden erlebten ein rund drei Stunden langes, prächtiges Programm mit zahlreichen Highlights. Der Festakt begann mit einer Messe in der Pfarrkirche, wo Pfarrer Norbert Kaluza eine mitreißende Festrede hielt.

Britische Note

Als besonderen Gast begrüßte Vorsitzender Bernd Damm neben Geilenkichens Bürgermeister Thomas Fiedler, Eduard Meinzer, den Vorsitzenden des Fußballkreises Heinsberg. Der Schirmherr Heiner J. Coenen bewies sein Talent als Verwandlungskünstler und stieg „very british” als Sir Henry auf die Bühne. Mit dem Ball unter dem Arm und im englischen Outfit blätterte Coenen durch die Geschichte und stieß dabei auf einige Anekdoten. So beim Spiel von 1927 gegen die Eintracht Kempen. Damals war die Union in Fahrt und führte mit 8:0 Toren. Bis 20 Minuten vor dem Schlusspfiff Kempen die Nase voll hatte und die komplette Mannschaft den Platz verließ - um nicht noch zweistellig zu verlieren. So gab es viele Anekdoten im Vereinsleben des FC Union. In seiner Festrede als Schirmherr lobte Heiner J. Coenen den Vorstand und besonders Bernd Damm, der seit 38 Jahren Vorstandsarbeit leistet. „Du und deine Freunde im Vorstand machen einen riesigen Job!” Starker Applaus brauste bei diesen Worten im Festzelt an der Mehrzweckhalle auf.

Helmut Holländer zog eine humorvolle Parallele zu den Anfangstagen der Union. „1912 gab es noch Petroleumleuchten, die durch einen Nachtwächter gegen Mitternacht wieder ausgemacht wurden. Es scheint so, als würde sich die Geschichte 100 Jahre später wiederholen.” Der Seitenhieb auf die aktuelle Nachtabschaltung der Laternen verfehlte seine erheiternde Wirkung nicht.

Eduard Meinzer, Vorsitzender des Fußballkreises Heinsberg, lobte die vorbildliche Jugendarbeit des 1994 mit der SG Würm-Lindern fusionierten Vereins und sah darin sein Markenzeichen. „Vereinsleben steht für Lebensfreude und Spaß und gerade der Amateurfußball ist mehr als nur Fußball. Ohne die kleinen Dörfer wäre der Deutsche Fußballbund nicht so stark - hier liegt die wirkliche Talentschmiede.”

Präsente des DFB

Der Vorsitzende überbrachte nicht nur die Grüße vom Fußballkreis Heinsberg und Fußballverband Mittelrhein, sondern auch Präsente des Deutschen Fußballbundes. Im Laufe des Abends standen viele Mitglieder sowie verdiente Sportler beim FC Union im Mittelpunkt. Dabei stand besonders Adolf Helgers für 75 Jahre treue Mitgliedschaft im Rampenlicht. Es war ein bewegendes Bild, als Vorsitzender Bernd Damm und Vorstandsmitglied Norbert Krichel den Jubilar in diee Mitte nahmen und zur Bühne schritten.
Für Unterhaltung sorgten „Fun-Girls” - allesamt Linderner Eigengewächse - sowie das Trommler- und Pfeiferkorps.
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