FC Germania Bauchem ist gegen Kunstrasenplatz für alle Vereine

Von: st
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Kunstrasen, handverlegt, eine teure Sache. Nimmt in Geilenkirchen ein privater Investor das Geld dafür in die Hand? Wie könnten dann die lokalen Sportvereine vom Angebot profitieren? Foto: imago/stock

Geilenkirchen. Post von Markus Diederen, Geschäftsführer des FC Germania Bauchem, hat jetzt Bürgermeister Thomas Fiedler erhalten. Nach dem Sondierungsgespräch mit Vertretern von Germania Teveren, FSV Geilenkirchen, LV Phönix, mit dem Stadtsportverband und dem Bürgermeister um einen möglichen Standort eines Kunstrasenplatzes hatte Markus Diederen die Ergebnisse mit seinen Vorstandskollegen diskutiert.

Das Ergebnis: Der Vorstand hält „den grundsätzlichen Vorschlag, einen neutralen Platz zu errichten, den alle Vereine nutzen können, für nicht glücklich und unbefriedigend”. Bereits heute teile der Bauchemer Verein in den Wintermonaten den Aschenplatz zu Trainings- und Wettkampfzwecken mit anderen Vereinen. „Dies geschieht immer sehr harmonisch und hat noch nie zu Problemen geführt”, argumentiert Diederen.

Weiter schreibt er: „Sicherlich würde die Auslastung eines Kunstrasenplatzes durch andere Vereine zunehmen. Aber wir denken, dass man sich gerade unter den Fußballvereinen auf eine Lösung einigen kann.” Der Vorschlag eines Kunstrasenplatzes im Sportpark Loherhof biete nicht die vom Bürgermeister geforderte Perspektive. Denn: „Langfristig werden zunächst alle Tennenplätze zu Kunstrasenplätze umgestaltet werden, wenn nicht sogar anschließend einige der vorhandenen Rasenplätze.”

Dies begründe schon alleine die Tatsache, dass der Deutsche Fußball-Bund in naher Zukunft, zumindest für Jugendmannschaften, den Spielbetrieb auf Tennenplätzen verbieten möchte.

Auch der demographische Faktor sei ein Grund für die Errichtung eines Kunstrasenplatzes bei einem Verein. „Durch den in den kommenden Jahren fehlenden Nachwuchs werden viele Vereine gezwungen sein, Kooperationen beziehungsweise Fusionen mit Nachbarvereinen durchzuführen. Dadurch werden weniger Sportstätten benötigt. Die Konzentration auf ein zentral gelegenes Sportzentrum macht auch vor diesem Hintergrund Sinn”, schreibt Markus Diederen.

Die im Zusammenhang mit der Laufbahn eingebrachte Argumentation des Schulsports im Sportzentrum Geilenkirchen-Bauchem sei bei der Diskussion um den Standort eines Kunstrasenplatzes zu wenig Beachtung geschenkt worden. Gerade die weiterführenden Schulen nutzten das Sportzentrum sehr intensiv. Der Germania-Geschäftsführer sieht auch logistische Probleme, unter anderem den Schülertransport per Bus.

„Das im Sondierungsgespräch angeregte Konzept, einen Kunstrasenplatz in der Stadt Geilenkirchen komplett von einem privaten Träger errichten und verwalten zu lassen, halten wir für nicht glücklich.” Eine solche Lösung biete für die Vereine einige Unwägbarkeiten. „So strebt ein privater Investor immer nach dem größtmöglichen Gewinn. Das heißt, dass gerade in den Monaten mit schlechter Witterung der Preis für die Nutzung des Platzes explodieren wird”, schreibt der Geschäftsführer. „Dass dies so ist, zeigen die unterschiedlichen Preisvariationen der privat betriebenen Kunstrasenhallen in der Region.”

Der FC Germania Bauchem habe auch die Befürchtung, heißt es, dass die Trainingszeiten durch finanzkräftige Vereine aus den Nachbarkommunen blockiert werden könnten.
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