Fast 30 Künstler stellen im Sportpark Loherhof aus

Von: Georg Schmitz
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Hunderte Kunstinteressierte sahen sich gestern die Werke von fast 30 Künstlern im Sportpark Loherhof an. Taschen, Hüte und Schals aus Filz präsentierte Maria Hell.S Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Dank des Engagements von fast 30 Künstlern hat sich der Sportpark Loherhof am Sonntag wieder in ein „Modern Art Museum” verwandelt.

Die zum zehnten Mal von Brigitte Breiksch-Elkenhans organisierte „GK-Life-Art” lockte wieder zahlreiche Besucher zum Sportpark. Viele der Künstlerinnen und Künstler stellten nicht nur ihre Werke aus, sondern vermittelten den Zuschauern auch Eindrücke von der Entstehung. Die Besucher konnten den Teilnehmern bei ihrer künstlerischen Tätigkeit über die Schulter schauen.

Karten für alle Anlässe

Schon vor dem Betreten des Sportparks sahen sich die Menschen im Außenbereich Metall- und Steinfiguren gegenüber. Diese stammten von Manfred Burger aus Grotenrath, der seit Beginn seines Ruhestandes im Jahre 2008 Metallskulpturen für drinnen und draußen fertigt. „Meine wichtigsten Werkzeuge zum Bearbeiten von Baustahl, Steinen und Glaskugeln sind Schleifhexe, Bohrmaschine, Blechschere und Schweißgerät”, erzählt der gelernte Schlosser.

Vorbei an Karin Foersters gemalten Figuren und schönen handgefertigten Karten für alle Anlässe landete der Besucher bei Richard Wagemann. Der Immendorfer hat als Schüler von Karl Orff in Salzburg Musik studiert und widmet sich seit frühester Jugend auch dem Schnitzen, wobei seine Holzschnitzereien selbst in Kirchen zu finden sind.

Im Loherhof stellte Wagemann unter anderem seine letzte Schnitzerei „Die Proportions-Lehre” nach Leonardo da Vinci aus. „Domröschenschlaf” nennt Claudia Grafen ihr jüngstes Werk, das erst in der vergangenen Woche fertig wurde. Der von Grün umgebene Aachener Dom ist hier zu sehen, und den hat die Geilenkirchenerin entgegen ihrer sonstigen Arbeitsweise diesmal in Aquarelltechnik mit Spachtel, Schwamm und Pinsel gemalt.

An Stofftaschen und Stofftieren vorbei schaute der Besucher auf jede Menge Miniaturen. „Diorahmen” nennt Wilma Milion aus Übach-Palenberg die im Maßstab 1:12 hergestellten und von Puppenhäusern abgeleiteten „Räumlichkeiten” mit den kleinen Figuren. „Für eine Frau sind die Puppenhäuser das Gleiche, wie die Modelleisenbahn für den Mann”, sagt sie zu ihrem Hobby. Über der Grafikerin Ute Liebke aus Stolberg schwebte ein riesiger Ventilator, den sie wunderschön bemalt hat. „Vom tristen Grau zu freundlichen Dschungel-Motiven”, kann die spezielle Bearbeitung umschrieben werden.

Für Liebkes, ebenfalls aus Stolberg angereiste Ausstellungs-Nachbarin ist es die erste Teilnahme an einem derartigen Event überhaupt. „Normalerweise mach ich das nur für den Hausgebrauch”, sagte Kerstin Platte und zeigte die weit über 100 Stoffdeko-Elemente. Darunter waren Duftmäuse, weitere Tierchen jeglicher Abstammung, aber auch Lesezeichen aus Leder.

Seit nunmehr 14 Jahren beschäftigt sich Silvia Hoffmann mit der Malerei. Mit ihrer Spachteltechnik setzt sie am liebsten Menschen in Szene. Hoffmann ist eine der Organisatorinnen von „GK-Life-Art” und von der ersten Stunde an dabei. „Bei mir kommt zuerst die Farbe, dann mache ich mir Gedanken über das Motiv”, erzählte sie zum Erstaunen des Besuchers. Die Patchworkarbeiten von Marga Bögel ziehen besonders die Blicke von Frauen auf sich. Seit sieben Jahren fertigt sie schöne Bilder und Dekoration im Patchwork-Stil und saß auch am Sopnntag im Sportpark an der Nähmaschine. „Ich war schon früher von den kleinen Schnipseln fasziniert”, erklärte Marga Bögel von der Initialzündung.

Maria Hell aus Geilenkirchen präsentierte Taschen, Hüte und Schals aus Filz und hatte nebenbei noch Bilder gemalt. Hell hat noch keine Life-Art im Sportpark ausgelassen, und ihre Arbeiten fanden auch diesmal viel Interesse. Tom Solty ist gerade einmal 19 Jahre jung, und schon hat sich der begabte Künstler einen Namen gemacht. „Vor sechs Jahren fing alles mit Graffiti an”, erinnerte sich der Geilenkirchener, dessen kunstvolle, zum Teil großflächigen Auftrags-Malereien auf den Bahamas und in Mexiko genauso zu finden sind, wie in Spanien, den Niederlanden oder deutschen Großstädten wie Berlin, Düsseldorf und Hamburg. Eine komplette Wand am Tivoli in Aachen zeugt von seiner Schaffenskraft. „Egal, wo ich im Ausland bin, ich versuche zu malen”, sieht Tom Solty Entspannung in der Malerei. Zwischenzeitlich hat er seine Technik verfeinert und verbindet das Sprühen mit dem Malen.

Franz-Josef Kofferath hat mit Malerei oder Filzarbeiten nichts „am Hut”. Er ist Autor von „Weiche Steine” und las aus seinem Buch. Einige hundert Menschen fanden den Weg zu „GK-Life-Art” und wurden hier nicht enttäuscht.
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