Farbenvielfalt der Gürtel spornt Geilenkirchener Judoka an

Von: Georg Schmitz
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Wie eine große Familie: Auch
Wie eine große Familie: Auch die jüngsten Kämpfer des Budo Sport Clubs gingen jüngst bei der Vereinsmeisterschaft auf die Matte. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Verbeugung zu Beginn eines Kampfes gehört ebenso zum Ritual der Judoka wie die meditative Konzentration vor einem Training. „Angrüßen” nennt sich die Ruhephase bevor es auf die Matte geht. Daran halten sich die Mitglieder des Budo Sport Clubs Geilenkirchen, der seit 21 Jahren die sportliche Landschaft in der Stadt bereichert.

Startschuss in einer AG

Mit einer AG in der Gemeinschaftsgrundschule Geilenkirchen fing alles an, damals waren es 80 Teilnehmer. Aktuell hat der 1991 eingetragene Verein 152 Mitglieder. Die Freunde des Judo-Sports kommen nicht nur aus der Garnisonsstadt, sondern auch aus der Region. Alle finden regelmäßig den Weg zum Training in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen an der Bauchemer Gracht. Das jüngste Mitglied ist kaum vier Jahre alt, während der älteste Judoka über 50 Lenze auf dem Buckel hat.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Ausbildung Jugendlicher zu Fachübungsleitern. Das hat den Vorteil, dass die ausgebildeten Jugendlichen ihr bei den Judo-Lehrgängen erlerntes Fachwissen an die Jüngeren vermitteln. „Wir beziehen konsequent die Jugend mit ein und bilden viele zu Trainer-Assistenten aus”, nennt Vorsitzender Ralf Hölscher einen Grund für den Vereinserfolg. So unternimmt der Verein mit seinen Jugendlichen Fahrradtouren oder Bowlingabende, Kletterpartien und Zeltlager und veranstaltet eine große Weihnachtsfeier.

Ständig setzen die Judoka das Erlernte bei Wettkämpfen bis auf Landesebene in die Praxis um. Mit dem Übungsschein „Judo-Trainer C” in der Hand dürfen die Jugendlichen eigenverantwortlich handeln. Was welcher Altersgruppe zugemutet werden kann, entscheiden die Übungsleiter selbst. Kerstin Mahr (19) aus Geilenkirchen und die gleichaltrige Nicole Zaunbrecher aus Großwehrhagen haben ihre Trainerlizenz im Juni erworben. Kerstin macht im kommenden Jahr ihr Abitur am St.-Ursula-Gymnasium, Nicole absolviert in Kerpen eine Ausbildung zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin.

Bereits in jungen Jahren fanden beide Gefallen am Judosport und lernten schnell. Für die jüngsten Judoka geht es mit dem weißen Gürtel los. Spielerisch werden die Kinder an den Sport heran geführt. Der weiße Anzug bildet den Anfang einer Judo-Karriere mit großer „farblicher Vielfalt”, was die erworbenen Gürtel betrifft. Jeder Judoka erstrebt den schwarzen Gürtel, den so genannten „ersten Dan”. Der Dan ist gleichzusetzen mit dem Meistertitel.

Bei den Kämpfen ist ein „Yuko” die kleinste, der „Wazaari” die mittlere Wertung. Zwei Wazaari kommen einem „Ippon” gleich und der ist die höchste Wertung im Judo. Wirft ein Judoka einen Gegner direkt auf den Rücken, bedeutet dies einen Ippon. Den erreicht ein Kämpfer auch, wenn er einen Gegner 25 Sekunden im Haltegriff hat oder wenn der „Mitstreiter” nach einem Würge- oder Hebelgriff abschlägt, also ein Zeichen der Aufgabe setzt. Jüngst kämpften rund 70 Judoka von 4 bis 43 Jahren um die Vereinsmeistertitel.

Die nach Pool-System ausgeschriebenen Judo-Kämpfe waren eingeteilt in 18 Gruppen, wobei es nicht nur auf Alter und Gewicht, sondern auch auf Leistungsvermögen ankam. Neben den regulären Meisterschaftskämpfen sahen die Besucher auch Trainingseinheiten von „Trägern des schwarzen Gürtels”. Im Verein verfügen drei Kämpfer über einen 2. Dan und einer über den ersten Dan.

Die Ergebnisse der Vereinsmeisterschaft: Gruppe 1: 1. Tarja Wulff, 2. Till Ritzerfeld, 3. Lorenz Kaminski. Gruppe 2: 1. Giuliana Latour, 2. Mika Beeretz, 3. Elena Schlink. Gruppe 3: 1. Gabriel Roth, 2. Selina Ferber, 3. Sándor Eóry. Gruppe 4: 1. Marlon Fröschen, 2. Nils Heinen, 3. Jakob Hanhoff und Nina Marie Bock. Gruppe 5: 1. Anton Kaminski, 2. Florian Beuth, 3. Rayk Wulff und Matthias Lenzen. Gruppe 6: 1. Felix Solle, 2. Kevin Barczak, 3. Jannis Jordans und Lars Lindemeyer. Gruppe 7: 1. Lukas Wirtz, 2. Lina Friederichs, 3. Christiane Schwarz. Gruppe 8: 1. Tobias Houben, 2. Emilia Kaminski, 3. Lea Kramny und Julia Onody. Gruppe 9: 1. Marc Houben, 2. David Grimmen, 3. Nico Busacker. Gruppe 10: 1. Leoni Beuth, 2. Joel Nuxoll, 3. Sinan Steinmetz.

In der Gruppe 11 siegte bei dieser Vereinsmeisterschaft Lara Kramny, gefolgt von Marc Faber und Robin Barczak. Gruppe 12: 1. Yuri Backhaus, 2. Laurin de Gavarelli, 3. Cedric Schmitz und Nils Haselmann. Gruppe 13: 1. Lisa Marie Prümm, 2. Jolina Gebauer, 3. Nele Ritzerfeld. Gruppe 14: 1. Casper v. Fürstenfeld, 2. Luca Daum. Gruppe 15: 1. Tony Hemker, 2. Martin Kohnen, 3. Lena Geuer. Gruppe 16: 1. Jonas Haselmann, 2. Nico Gärtner, 3. Luca Schmelzer. Gruppe 17: 1. Sandra Neetenbeek, 2. Jan Gärtner, 3. Tasmin Heger und Sascha Neetenbeek. Gruppe 18: 1. Marius Winkels, 2. Christopher Mandel, 3. Andreas und Marc Busacker.

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