Fantasievolle und abenteuerliche Gefährte ziehen die Blicke an

Von: Georg Schmitz
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Ab wie die Feuerwehr, samt Hor
Ab wie die Feuerwehr, samt Horn und Blaulicht, ging Jonas Jung mit seinem auffälligen Gefährt die Gefällstrecke in der Ederener Straße hinab. Ein echter Hingucker und vielen für die zahlreichen Zuschauer. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Immendorf. Verbissen kämpfen die Piloten um jede Zehntelsekunde Vorsprung und legen sich mächtig ins Zeug. Die „Rennfahrer” ducken sich tief in ihren Boliden, um dem Wind so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten.

Im „Monacco des Seifenkistenrennens”, wie es Streckensprecher Peter-Josef Göbbels ausdrückte, traf sich die lokale „Elite des Seifenkistensports” am Wochenende zur mittlerweile 5. Offenen Meisterschaft. Mit „Monacco” ist in diesem Fall allerdings der 130 Seelen-Ort Apweiler gemeint, denn hier findet in der abschüssigen Ederener Straße alljährlich das von der St.-Petri und Pauli-Schützenbruderschaft ausgerichtete Spektakel statt.

Alle fit fürs Rennen

Es sind rund zwei Dutzend Spezialisten, die sich mit dem Bau der außergewöhnlichen Gefährte beschäftigen. Dazu gehört Ralf Schieren, der sich vom ersten Tag an für die flotten Vehikel begeistern konnte. Mittlerweile hat er schon fünf Seifenkisten gebaut, und sie alle sind fit für die Rennen. Das Schmuckstück ist ohne Zweifel das „Batmobil”, das am Wochenende als Showeinlage Bewunderung auslöste. Seine jüngste „Kiste” hat er vor vier Wochen fertiggestellt, und zwar für seine beiden Söhne Cedric (3) und Corvin (1).

Das neue Gefährt basiert auf einer Acryl-Badewanne, die Ralf Schieren mit Sperrholz umbaut hat. Räder drunter, Lenkrad dran, und schon kann „Jenny”, so der Name der Seifenkiste, am „Badewannenrennen”, nein, hier doch Seifenkistenrennen teilnehmen. Seiner Mutter zuliebe hat Ralf Schieren die jüngste Errungenschaft „Jenny” getauft, denn „meine Mutter hat mich immer liebevoll gebadet”.

Schützende Strohballen

Schon am Freitag begann das Organisationsteam mit dem Strecken-Aufbau, und wie in jedem Jahr wurden wieder rund 550 in Plastikplanen eingehüllte Strohballen rechts und links der Fahrbahn aufgereiht. Beim Probelauf am Freitagabend hatte Ralf Schieren mit seiner „Jenny” keine Schwierigkeiten. Und auch beim Vorlauf am Samstagmorgen schaffte die „Neue” die über 200 Meter lange Gefällestrecke mit den beiden „Steilkurven” souverän in 30,8 Sekunden. Am Steuer saß der Hobby-Seifenkistenbauer persönlich.

Ralf Schierens Kreation „Sputnik” ging am Wochenende nicht an den Start, dafür hatte er aber den „Transformer” noch ins Rennen geschickt und diese Kiste verfügt sogar über Beleuchtung. Am Samstag ab 13.15 Uhr ging es mit den Wertungsläufen in der Schüler-, Jugend-, Senioren- und Fun-Klasse los. Die Startrampe hatten die Organisatoren für das Rennen 2011 versetzt und die Auslaufzone verlängert, so dass sich ein Gewinn an Strecke von etwa 16 Metern ergab.

Mit Lichtschranke

Die Moderatoren Peter-Josef Göbbels und Michael Kappes hielten die Zuschauer mit Lautsprecherdurchsagen immer auf dem Laufenden. Die bei der Durchfahrt durch eine Lichtschranke gemessene Zeit wurde vom administrativen Rennleiter Andreas Tegtmeyer erfasst und ausgewertet.

Traktorfahrer Markus Kranz beförderte die Seifenkisten regelmäßig vom Ziel zum Start, damit sie möglichst schnell erneut genutzt werden konnten. Am Nachmittag fanden die finalen Rennläufe statt, und am Abend standen dann die Sieger der Seifenkistenmeisterschaft des Jahres 2011 fest.
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