Fair gehandelte Produkte: Welt ändern beim Kaffee trinken

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Hervorragender Kaffee aus fairem Handel, gepaart mit viel Selbstgebackenem kredenzen Margret Gardenier, Tinni op de Broek, Elisabeth Conzen, Martina Hoppe und Marita Meertens (v.l.). Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Der Weltladen an der Sittarder Straße in Gangelt besetzt mit seinem Angebot eine Nische. Aber gerade diese fair gehandelten Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, kommen sie doch oft von weit her und bieten oft den etwas anderen Geschmack.

So stand jetzt anlässlich der „Faire Woche 2013“ der Kaffee im Mittelpunkt. Vier Sorten bot das Damenteam des Gangelter Ladens den Gästen zum Probieren an. Jede der vier Sorten hatte ihre eigene Note, das „gewisse Etwas“. Dazu gab es reichlich Selbstgebackenes.

Muffins mit Datteln, Nüssen und Bananen war schon etwas ganz besonders; die gebackenen Bananen alleine hatten auch eine schöne Note. Bei den Schokoladen-Cashew-Cookies war das Rezept der große Renner, und der eisgekühlte Fruchtteepunsch nach dem Kaffee setzte dem Ganzen die Krone auf.

Dieses Rezept hatte sich Margret Gardenier von der GEPA-Internetseite – die GEPA („The Fair Trade Company“) organisiert die Faire -Woche – heruntergeladen und die Vorgaben fast alle befolgt.

„Nur den Rum habe ich weggelassen“, lachte sie mit Blick auf die Kinder, die das Getränk probieren sollten, beziehungsweise die Leute, die mit dem Auto noch nach Hause mussten.

Den Weg nach Gangelt hatte auch Margot Joeris gefunden. Sie, aus Übach-Palenberg kommend, war auf dem Weg zu einem Krankenbesuch und hatte aus der Zeitung von dem Angebot erfahren. Sie wollte einmal sehen, wie der Weltladen in Gangelt organisiert ist.

Sie selber hat viele Jahre in Übach-Palenberg ehrenamtlich in diesem Bereich gearbeitet. Ob Kaffee oder Kuchen: Für beides gab es ein „Daumen hoch“.

„Kaffee trinken und die Welt verändern“, war nicht nur als Überschrift und prägnanter Slogan für diesen Tag gedacht. Jeder noch so kleine Kauf der angebotenen Produkte trägt dazu bei, dass sich die Lebensbedingungen von Plantagenarbeitern, Handwerkern und deren Familien in den Ländern des Südens verbessern.

Im Fairen Handel werden die Kleinbauern und Arbeiter an allen wichtigen Entscheidungen direkt und demokratisch beteiligt. Dies gilt insbesondere für Entscheidungen über die Verwendungen der Mehrerlöse aus dem Fairen Handel, die oft für soziale Einrichtungen verwendet werden.

Mit langfristigen und partnerschaftlichen Lieferbedingungen wird eine verlässliche Handelsbeziehung zwischen Nord und Süd aufgebaut, die den Produzenten Planungssicherheit gibt. Auch in den Produktionsländern des globalen Südens betrifft das Wirtschaften alle Generationen.

Hier steht der Faire Handel für bessere Arbeitsbedingungen, die Förderung von Bildung, Gesundheits- und Umweltschutz, Gleichberechtigung von Frauen und das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit.

Interessierte Kunden

Der Nachmittag im Gangelt brachte viele interessierte Kunden und vielleicht auch den ein oder anderen neuen Kunden. Martina Hoppe zeigte sich jedenfalls zufrieden und sieht mit dem ganzen Team den kommenden Öffnungstagen mit Spannung entgegen.

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