Gangelt-Langbroich - Fabrik für Margarine bringt Zoff ins Dorf

Fabrik für Margarine bringt Zoff ins Dorf

Von: hama
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Willi Jütten gibt den „Stuffele Kü-eb“, Maria Horrichs (rechts) dessen Frau Stuffele Zöff, und die Wirtin „bij Trautche“ spielt Christel Schlebusch. Zusammen mit den weiteren Darstellern und Helfern in der Technik wird versichert: Es geht rund! Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Langbroich. Wenn es um gute Butter, um Geld und um deftige Streitereien geht, dann wissen viele, dass man wieder seinen Blick in Richtung der Bürgerhalle von Langbroich wenden sollte. Dort steckt das Ensemble des „Langbröker Selfkanttheater“ mitten in den Vorbereitungen für das neue Luststück.

Für Freitag, 10. Januar, wird dort von „Botter, Jeld on Striet“ die Premiere erwartet. Wenn man davon ausgehen kann, dass sich der Spaß, den die Akteure auf und hinter der Bühne haben, auf das Publikum überträgt, dann sollte man beim Kaufen der Karten möglichst zeitig sein, so lehrt die Erfahrung.

Kein doofer Kartoffelhändler

Dem geneigten Leser, Freund oder Kenner der Mundart-Theatergruppe muss man nicht erläutern, dass es wieder um Gemeinheiten, Hinterhältigkeiten, Neid und irgendwie am Rande auch immer um das Zusammenfinden der Geschlechter geht – alles gepaart mit deftigem Humor.

Das Stück: Der Betrieb von Stuffele Kü-eb, Butter- und Eiergroßhandel, läuft nach dem Krieg miserabel. Während er in eine finanzielle Schieflage gerät, stampft ausgerechnet Schüsterkes Fränz, der Stuffele Kü-eb früher mit Butter und Eier beliefert hat, eine Fabrik für Margarine aus dem Boden und macht das große Geld. Als die Neureichen dann auch noch in sein Haus ziehen wollen, wächst der Streit einem ersten Höhepunkt entgegen.

Kartoffelhändler Plökke Tuen, seines Zeichens Verlobter von Stuffeles Tochter Frieda, ist wahrlich nicht so doof, wie er auftritt. Er landet aber erst einmal zwischen den Fronten der beiden zerstrittenen Familien. Dass die beiden Gruppen dann am Ende doch ziemlich nahe beieinander landen, entschärft das „Familiendrama Langbröker Art“ nur vordergründig.

„Bei zwei Frauen kann schon eine zu viel sein“, heißt es in einer Beschreibung dieses Lustspiels, so dass auch die Wahrheit zwei Gesichter hat und das sich Spielkunst und –freude Jahr für Jahr steigern lassen, wollen die Langbroicher ihren Gästen beweisen.

Dafür garantiert nicht zuletzt ein Blick auf die Besetzungsliste. Willi Jütten gibt den Stuffele Kü-eb, Maria Horrichs nimm es wie in alten Zeiten um ihm, der Verwandtschaft und der ganzen Welt auf als seine Frau Stuffele Zöff. Tochter Stuffele Frieda spielt Verena Liphardt, deren Haushälterin Nettchen Anja Wagner.

Stefan Keulen sieht man als Kartoffelhändler Plökke Tuen, Margarinefabrikant Schüsterkes Fränz wird von Helmut Schürkens gespielt. Seine Gattin Schüsterkes Hermine ist Marianne Heutz, deren Tochter Nelli Sarah Horrichs. Leo Horrichs ist der Diener Johann, Fritz Sonnenschein der Buchhalter Krampe Lee.

Zeitungen verkauft als Bömmele Herm Sebastian Arnusch, und als Wirtin „bij Trautche“ sieht man Christel Schlebusch.

Viel Technik und Maske

Hinter der Bühne wirken als Bühnenbauer Hubert Schlicher, Leo Herfs, Leo Schroten, Karl-Heinz Gossen und Franz-Josef Ronkartz. Maske: Isabelle Schlicher und Sandra Hausmann. Technik: Gino Ronkartz, Souffleusen sind Hedwig Barion, Rita und Christina Schroten.

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