Explosion und Vermisstensuche: Feuerwehr übt Großeinsatz

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Training für den Ernstfall: Bei der Übung lernen junge Führungskräfte die richtige Herangehensweise beim Einsatz.
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Mit fünf Feuerwehrfahrzeugen rückte der Löschzug Übach der Feuerwehr Übach-Palenberg zum Übungseinsatz in einem Industriebetrieb aus. Foto: Toni Stumpf

Übach-Palenberg. Ein Brand in einem Übacher Industriebetrieb war das Übungsszenario für den Löschzug Übach der Feuerwehr Übach-Palenberg. Zum praktischen Training hatte der Löschzugführer, Brandoberinspektor Manfred Havertz, den Übungsplan auf den Schwerpunkt Menschenrettung und Brandbekämpfung ausgerichtet.

Ausgangspunkt der Alarmierung war eine ausgelöste Brandmeldeanlage in einer Färberei der Firma Span Set. Bei der ersten Erkundung durch den Einsatzleiter an der ausgelösten Brandmeldeanlage wurde schnell klar, dass es sich nicht um einen Fehlalarm sondern um einen Einsatz in der Färberei handeln musste, da mehrere Melder gleichzeitig in diesem Bereich aufgelaufen waren. Auch die Mitarbeiter der Firma hatten schon einen dumpfen Knall gehört und das Firmengebäude verlassen. Es wurde nach Aussage der Mitarbeiter noch eine Person vermisst.

Der Löschzug Übach rückte daraufhin mit fünf Feuerwehrfahrzeugen aus. Es wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Der erste ging von der Brandmeldeanlage aus. Von dort aus wurden mehre Atemschutztrupps mit zwei C-Rohren zur Suche der vermissten Personen ins Gebäude geschickt. Der zweite Einsatzabschnitt wurde an dem rückwärtigen Gebäudeteil über die Drehleiter kontrolliert, um eine Durchzündung zu vermeiden.

Die Feuerwehrtrupps gingen zügig vor und fanden die verletzte Person in der Nähe der Färberei. Dort hatte eine Verpuffung stattgefunden mit anschließendem Feuer. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Manfred Havertz: „Mit einer solchen Übung können junge Führungskräfte langsam an ihre zukünftigen Aufgaben herangeführt werden.“

Richtiges Abarbeiten müsse nämlich trainiert werden, so etwa die richtige Deutung der Pläne und Laufkarten der Brandmeldeanlage, das Erteilen des Auftrags zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung, die Verlegung der Wasserversorgung und das Bilden von Einsatzabschnitten. Dabei müssten die Örtlichkeiten im Industriebetrieb genau berücksichtigt und das Einsatzgeschehen immer neu bewertet werden.

Brandoberinspektor Manfred Havertz und sein Stellvertreter, Brandoberinspektor Ralf Johnen, zogen nach der Übung eine positive Bilanz: „Durch diese Übung können die Gegebenheiten und Gefahrenschwerpunkte in den einzelnen Industriebetrieben besser erkannt und Abläufe erlernt werden“.

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