Experimente mit leuchtenden Farben

Von: nika
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Leuchtende Farben prägen die Bilder von Gabriele Rickes. Die Werke sind im Amtsgericht zu sehen.

Geilenkirchen. Die Kunst den Menschen näherzubringen, die sich sonst eher nicht für Malerei, Acryl-Druck und Co interessieren und auf den Fluren des Amtsgerichtes Geilenkirchen warten, ist das ehrgeizige Ziel des Projektes, das Corinna Waßmuth gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit als Direktorin des Gerichtes gestartet hat.

Die Idee zu einer Kunstausstellung neben einem Gerichtssaal kam ihr im Büro der Angestellten Manuela Vossen, die ihre eigenen Bilder an der Wand aufgehängt hatte. Kurze Zeit später hatte Waßmuth schon eine Ausstellung der Werke der Hobby-Künstlerin organisiert. Ein weiteres Ziel der Amtsgerichtsdirektorin ist nämlich, Künstlern eine Ausstellungsmöglichkeit zu geben, die sie sonst vielleicht nicht so leicht bekommen hätten.

Seit vergangenen Herbst hängten Vossens Werke, nun wurde eine neue Ausstellung im Rahmen des 50-jährigen Dienstjubiläums des Obergerichtsvollziehers Peter Welter eröffnet. Diesmal sind gleich zwei Künstlerinnen für die Bilder verantwortlich.

Künstlerin liebt die Vielfalt

Bei Gabriele Rickes Bildern würde man nicht sofort vermuten, dass sie alle von einer einzigen Künstlerin stammen. Rickes liebt die Vielfalt und experimentiert gerne mit verschiedenen Techniken, Stilen und vor allem leuchtenden Farben. Viele Anregungen zu neuen Werken hat sie bei berühmten Künstlern wie Picasso und durch Professor Edward Zoworka bekommen, bei dem sie einen Kurs in der Bleiberger Fabrik in Aachen besuchte. Sie wollte sich mehr Zeit für ihre größte Leidenschaft nehmen. Hauptamtlich arbeitet die studierte Diplom-Architektin im Vertrieb einer Versicherung und hilft ihrem Ehemann bei der Arbeit im eigenen Architekturbüro in Titz. Dem Malen ist sie schon seit der Kindheit treugeblieben. Schon ihre Mutter hatte als Hobby gemalt, und auch die Schwester ist als Keramikmalerin in diesem Bereich tätig.

Rickes Werke hängen im unteren Flurbereich. Weiter oben kann man die Bilder der zweiten Künstlerin Renate Schaffranek finden. Auch sie ist mit einem Architekten verheiratet und hat so zur Kunst gefunden. Jedoch zunächst begeisterte sich die Aachenerin für das Schneidern. Die nächste Etappe ihres künstlerischen Werdegangs war die Seidenmalerei. Erst ein Urlaub in den Dolomiten war die Inspiration, mit der Malerei auf Leinwand zu beginnen.

Wegen einer Krankheit konnte Schaffranek nicht zur Eröffnung der Ausstellung kommen, Direktorin Waßmuth versicherte allerdings, dass sie „ein gewandtes und freundliches Wesen“ habe, das man ihren Bildern schon ansehen könnte. Im Gegensatz zu Rickes Bildern leuchten Schaffraneks Bildern nicht in grellen Farben, sondern dominieren hellere Töne die Werke der Künstlerin.

Bis September sind die Kunstwerke noch in den Fluren des Amtsgerichtes, Konrad-Adenauer-Straße 225, zu sehen. Dann startet eine neue Ausstellung im Rahmen einer Autorenlesung.

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