Experiment „SingIn“ mit Christoph Jansen und Maria Slagboom

Von: Andrea Schever
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Haben zu „SingIn“ eingeladen: Pianist Christoph Jansen und Chorleiterin Maria Slagboom animieren die Gäste zum Singen, Klatschen und Schnipsen. Foto: Andrea Schever
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Mit viel Elan bei der Sache: Im Haus Basten wurde zu verschiedenen Volksliedern geschnipst.

Geilenkirchen. „Wir haben zwar ein kleines Programm aus Liedern zusammengestellt, aber wir sind offen für ihre Wünsche.“ Mit dieser Begrüßung versprach Maria Slagboom den Gästen im Haus Basten beim „SingIn“ wirklich nicht zu viel.

Wo anfänglich noch etwas Scheu war, weil nicht jeder wusste, was ihn an diesem Nachmittag erwarten würde, war spätestens nach dem Einsingen und dem zweiten, dritten Lied eine so herzliche Stimmung, dass die Zeit wie im Fluge verging.

Maria Slagboom, leidenschaftliche Chorleiterin, hatten zusammen mit Christoph Jansen am Klavier und dem Verein „GK Kulturgut!“ zu diesem gemeinsamen Singen eingeladen. Sie wollten „singen, wie der Mund und der Bauch es nur so hergeben“ - egal ob nun Volkslieder, Charthits, Musicalsong oder auch mal einen rhythmischen Canon. Das Repertoire war genauso bunt wie die Sängerinnen und Sänger an diesem Tag: Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen sowie Senioren und sogar einige Babys waren mit von der Partie.

Unter den Gästen waren jedoch nicht nur geübte Sänger: „Ich bin nur wegen meiner Tochter hier, die in einem Chor singt“, erzählt Bernd Dohlen aus Geilenkirchen. „Sie hat mich gebeten mitzukommen und ich finde die Idee eines offenen Singens für Leute ohne Chorzugehörigkeit ganz gut.“ Zudem findet er es schön, dass auch Liedwünsche angenommen würden. „Es ist ein Erlebnis unabhängig von der Stimme, es spielt keine Rolle, ob man nun gut singen kann.

Hier geht es um ein Gemeinschaftsgefühl - und das ist etwas Schönes.“ Die ganz Mutigen lud Maria Slagboom ein, auch einmal die zweite Stimme der Lieder mitzusingen oder eins der mitgebrachten Rhythmusinstrumente (Rhythmusei, Cajon oder Klangstäbe) zu ergreifen. So wurde nicht nur gemeinsam gesungen, sondern auch gemeinsam musiziert. „Es ist toll, dass man auch einmal motiviert wird, selber zu singen, statt sich berieseln zu lassen“, lobte Maggy Mladen aus Geilenkirchen den SingIn.

Derart motiviert sangen die Gäste den „Bruder Jakob“ gleich auf Deutsch, Englisch und Französisch und hatten beim Schunkeln, Klatschen, Schnipsen und „Kuckuck“-Rufen sichtlich viel Spaß. Für Heiterkeit und Begeisterung sorgte zudem ein Genre, das Pianist Christoph Jansen leidenschaftlich gerne spielt: Kölsche Lieder. Gekonnt sang er die Strophen von Liedern wie „Drink doch ene met“ oder „En unserem Veedel“ und riss die anderen Sängerinnen und Sänger in den Refrains mit. So schnell die Zeit vorüberging, so gerne hätten viele der Besucher noch weiter gesungen.

Nach zwei Stunden verabschiedeten sich Maria Slagboom und Christoph Jansen von den fleißigen Sängern und zeigten sich offen für eine Wiederholung: „Wenn es Ihnen gefallen hat, erzählen Sie es gerne weiter, so dass wir es bald noch einmal machen können. Ich hoffe, dass Sie jetzt singend nach Hause gehen.“ Das Experiment „SingIn“ sei geglückt, so Slagboom, die für diese Erstauflage nicht mit so vielen Besuchern gerechnet hatte. Sicher ergibt sich in Zukunft noch einmal eine Gelegenheit für einen solchen Abend, bei dem der Saal dann wohl aus allen Nähten platzen wird.

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