Expansion: TC Kleben investiert drei Millionen Euro

Von: Udo Stüßer
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Mit Schwung in die Zukunft: Julian Band, Geschäftsführer des TC Kleben, vollzog den symbolischen Spatenstich zum Neubau des Technologiezentrums vor seinen Mitarbeitern. Foto: Udo Stüßer
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Auf dieser knapp 1800 Quadratmeter großen Fläche vor der alten Waschkaue soll das neue TC Kleben entstehen.
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Der Neubau als Nachbar des ehemalige CMC-Verwaltungsgebäudes soll sich in das Ensemble einfügen.

Übach-Palenberg. Julian Band hat einen neuen Mitarbeiter eingestellt. Doch der Geschäftsführer des „TechnologieCentrum Kleben“ weiß derzeit nicht, wo er ihm seinen Schreibtisch aufstellen kann. Das 1996 von TH-Professor Dr.-Ing. Ulrich Dilthey im Verwaltungsgebäude der 1962 stillgelegten Zeche Carolus Magnus in Übach-Palenberg gegründete Klebtechnische Zentrum platzt förmlich aus allen Nähten.

Die 700 Quadratmeter in dem alten Zechengebäude an der Carlstraße reichen längst nicht mehr. Und die Firma expandiert weiter. Die 15 Mitarbeiter sollen personell verstärkt werden, Dipl.-Ing. Band braucht mehr Platz für Büro- und Besprechungsräume, Labore und Werkstätten. Aus diesem Grund hat der Geschäftsführer des unabhängigen Instituts zur anwendungsorientierten Entwicklung und Weiterbildung in Klebtechnik einen Neubau geplant.

Jetzt war der symbolische Spatenstich für das drei Millionen Euro teure Projekt. Nächste Woche wird mit den Arbeiten zum Neubau begonnen, der direkt in Nachbarschaft des Carolus-Verwaltungsgebäudes entsteht. Im Frühjahr 2018 soll das „TechnologieCentrum Kleben“ einziehen. 2500 Quadratmeter stehen dann in dem Neubau zur Verfügung, darüber hinaus will das Unternehmen auch weiterhin Räume im CMC mieten. Mittelfristig will Band zehn weitere Mitarbeiter einstellen.

Vor zahlreichen Gästen, unter anderem vom Deutschen Verband für Schweißtechnik und verwandte Verfahren, betonte Julian Band: „Wir halten das klebtechnische Fähnchen in Übach-Palenberg hoch.“ Darüber freute sich natürlich Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch: „So bewegen wir heute nur ein kleines Stückchen Erde, aber viel für die Zukunft unserer Stadt und wohl auch für das Unternehmen“, erklärte er.

Es sei gelungen, das Alte mit dem Modernen zu verbinden. Dank einer Verbindung zwischen dem ehemaligen Carolus-Hauptgebäude und dem Neubau würden die Gebäude nicht isoliert für sich stehen, sondern eine Einheit bilden, die die Vergangenheit und die Zukunft von Übach-Palenberg symbolisiere.

Die ehemalige Bergbaustadt habe sich gewandelt und sei ein interessanter Wirtschaftsstandort für Unternehmen geworden. Dr. Roland Böcking, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verbandes für Schweißtechnik, machte auf die Bedeutung der Klebtechnik aufmerksam: „Würde es die Klebtechnik nicht geben, würde keine S-Klasse über unsere Straßen fahren.“

Das „TechnologieCentrum Kleben“ ist eine Bildungsstätte des Deutschen Verbandes für Schweißtechnik und verwandte Verfahren, in dem Weiterbildungen zum Klebfachingenieur, zur Klebfachkraft und zum Klebpraktiker angeboten werden. Lehrgänge, Schulungen und Seminare zu speziellen Anwendungen finden ebenfalls statt. Die Spezialisten in Sachen Kleben zertifizieren nach Betriebsprüfungen Industrieunternehmen. Außerdem unterstützen sie die Industrie bei der Klebstoffauswahl.

„Wir kleben nicht selbst, sondern bringen den Menschen das Kleben bei“, brachte es Julian Band auf den Punkt. Tätig sind Band und seine Mitarbeiter überwiegend im Autobau, im Schienenfahrzeugbau, im Nutzfahrzeugbau, in der Zuliefererindustrie, in der Medizingerätetechnik und im Bauingenierwesen. „Wir gehen in die Betriebe und prüfen, ob dort richtig geklebt wird“, so der Geschäftsführer.

Der dreigeschossige Neubau entsteht auf einem knapp 1800 Quadratmeter großen Gelände neben dem alten CMC-Verwaltungsgebäude vor der alten Waschkaue, die bebaute Fläche wird 600 Quadratmeter betragen.

Band machte deutlich, dass der Neubau neben dem denkmalgeschützten CMC-Verwaltungsgebäude mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt sei und sich der Neubau in die Gesamtanlage einfüge. Die Gestaltung des Neubaus nehme gestalterische Elemente des Altbaus auf, auch die Höhen des bestehenden Carolus-Verwaltungsgebäudes seien aus Gründen des Denkmalschutzes aufgenommen worden.

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