Übach-Palenberg/Tiflis - Examen öffnet junger Pianistin viele Türen

Examen öffnet junger Pianistin viele Türen

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„Beschirmt” vom Vorstand der Kammermusikfreunde Ubach-Palenberg, lässt es sich für die junge Konzertpianistin Marika Asatiani noch befreiter aufspielen. Uber ihr bestandenes Examen freuen sich mit ihr im Schloss Zweibrüggen (v.r.): Vorsitzender Hanns-Paul Jouck, Hans Krupp, Hermann Bartel und Heinrich Greunde. Foto: Joachim Peters

Übach-Palenberg/Tiflis. Wuppertal liegt ein gutes Stück von Übach-Palenberg entfernt - und die Hauptstadt Tiflis in der Kaukasus-Republik Georgien noch viel mehr. Doch Musik macht es möglich: Unterschiedliche Welten und Menschen finden sich in der Magie des Augenblicks.

Solch ein Moment ereignete sich, als Kulturfreunde aus Übach-Palenberg kürzlich in einem Wuppertaler Konzertsaal einer aus Tiflis stammenden Pianistin kräftig die Daumen drückten. Mit Erfolg: Marika Asatiani bestand ihr Solo-Examen in der Filiale der Musikhochschule Köln.

Dieser schöne Abend, der Marika die Möglichkeit zu einer angestrebten Pianisten-Laufbahn oder musikpädagogischen Tätigkeit in Deutschland offenhält, wurde auch dank vielfältiger Unterstützung des „Vereins der Kammermusikfreunde in Übach-Palenberg” wahr. Der von Hanns-Paul Jouck geleitete Kulturverein hat die junge Georgierin vier Jahre „unter die Fittiche” genommen.

Ein Standbein der Vereinsarbeit ist nämlich neben der Förderung des lokalen Nachwuchses die Vergabe kleiner Stipendien an hochbegabte junge Künstler der Musikhochschule Köln-Aachen. Über den Kontakt zum dortigen Klavier-Professor Ilja Scheps wurde der Verein auf Marika Asatiani aufmerksam. Und da gerade das Stipendium für die junge Pianistin Olga Ruch abgelaufen war, konnte Marika ihre Nachfolge antreten.

Inzwischen hat sie neben ihren geliebten polyphonen deutschen Meistern (schon 2006 nahm sie eine CD mit Bachs „Goldberg-Variationen” auf) und den von ihnen geschätzten Brahms und Schubert auch spirituelle Kompositionen etwa des Franzosen Olivier Messiaen in ihrem Programm. Dies war beim Examenskonzert ebenso zu hören wie eine atemberaubende Übung ihres georgischen Landsmannes Michael Shugliaschvili. „Den hat sie schon im Juni 2009 in unserer ,Hütte gespielt”, schmunzelt Hanns-Paul Jouck nicht ohne Freude über dieses „Premierenrecht”.

Im Schloss Zweibrüggen wird die frisch examinierte Pianistin auch am 27. Februar ihr nächstes Konzert geben: nicht solo, aber in der jungen kammermusikalischen Besetzung „Valloton” mit Klavier, Violine und Cello.
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