Europaabgeordnete Verheyen erinnert sich an die Zeit vor dem Mauerfall

Von: mabie
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CDU-Stadtverbandsvorsitzender Günter Weinen (r.) begrüßte zur Einheitsfeier im Naherholungsgebiet Wurmtal neben Festrednerin Sabine Verheyen (MdEP/2.v.r.) auch Wilfried Oellers (MdB/3.v.r.) und Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (2.v.l.). Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Sonniger konnte es kaum sein bei der Einheitsfeier der CDU an der Konzertmuschel im Naherholungsgebiet von Übach-Palenberg. Dabei freute sich der Stadtverbandsvorsitzende Günter Weinen nicht nur über den reichlichen Besuch politischer Vertreter aus Stadt, Kreis und Land.

Er begrüßte mit der Europaabgeordneten Sabine Verheyen auch eine Festrednerin, die noch sehr lebhafte Erinnerungen an die Zeit vor dem Mauerfall mitbrachte. So besuchte sie selbst in der zehnten Klasse das damalige Ost-Berlin und erinnerte sich an das Gefühl des Beobachtet-Werdens und der permanenten Überwachung, das nicht nur Bürger, sondern auch Besucher der DDR beschlich. „Es war bedrückend, diese Grenze zu passieren“, sagte Verheyen rückblickend und nannte die inzwischen überwundene deutsche Teilung eine „schmerzhafte Erfahrung“ für ein ganzes Volk. Umso größer war auch dann bei ihr die Freude nach der Grenzöffnung, die aber ein seltsames Gefühl mit sich brachte, weil der Großteil der Deutschen diese in der Mauer zementierte Teilung als festen Bestandteil des Lebens verinnerlicht hatte. „Aber der Befreiungsdrang war unendlich, und in solchen Momenten merkt man, wie unendlich viel Wert es ist, sich frei bewegen zu können“, schloss sie.

Dennoch mischten sich in die Erinnerungen an den Mauerfall 1989 auch Sorgen, die sie am Beispiel des aktuellen Konflikts in der Ukraine festmachte. „Wer nicht mehr schätzt, was er hat, der gibt es allzu leichtfertig auf“, so Verheyen. Und die Rolle Europas bei der deutschen Wiedervereinigung sei wie die deutsche Rolle in einem vereinten Europa untrennbar miteinander verbunden, stellte sie fest. Denn eine Wiederherstellung der Einheit des Landes sei ohne die Zustimmung der Nachbarn undenkbar gewesen.

Darum wandte sich Verheyen ausdrücklich gegen den wieder einmal grassierenden Separatismus innerhalb Europas, der Gift für den europäischen Gedanken sei. „Gerade in der Grenzregion profitieren wir doch besonders von der Einheit Europas, und die Ukraine-Krise zeigt einmal mehr, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist“, schloss sie. Zum guten Ton der Einheitsfeier gehörte natürlich auch die Musik des Instrumentalvereins Herbach unter Leitung von Willi Beckers.

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