Geilenkirchen - Europa-Union informiert sich über Lüttich

Europa-Union informiert sich über Lüttich

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Geilenkirchen. 40 Mitglieder und Gäste der Europa-Union Geilenkirchen trotzten den kühlen und regnerischen Wetterunbilden, die sie bei ihrem Besuch der Stadt Lüttich erwarteten.

Und dennoch haben die Geilenkirchener ein Bild des kulturellen Zentrums der Wallonischen Region in Belgien mitgenommen, das mit dem früheren Industriezentrum fast nichts mehr gemein hat.

Ehemals ein Zentrum des Kohlebergbaus und der Stahlindustrie, vergleichbar dem früheren Ruhrgebiet, hat die Hauptstadt der Provinz Lüttich, zugleich Sitz des gleichnamigen Bistums, in den vergangenen 20 Jahren ein modernes und facettenreiches Gesicht verliehen bekommen. Geprägt wird dieses neue Bild von sehenswerten Gebäuden wie beispielsweise dem Hauptbahnhof Liège-Guillemins auf der einen Seite und zahlreichen Sehenswürdigkeiten vergangener Hochzeiten wie dem ehemaligen fürstbischöflichen Palais am Place Saint-Lambert, in dem heute der Provinzialpalast und die Justiz untergebracht sind, auf der anderen Seite.

Es ist die Mischung von gegenwärtiger Baukunst und historischen Sehenswürdigkeiten, darunter auch zahlreichen gotischen und romanischen Kirchen, die das Stadtbild prägen und die Besucher beeindrucken. Der neue futuristisch anmutende Hauptbahnhof Liège-Guillemins war dann auch das erste Ziel der Geilenkirchener Besucher.

Erbaut nach den Plänen des bekannten spanischen Architekten Santiago Calatrava, erfüllt dieser Bahnhof mit seiner imposanten Überdachung alle technischen Anforderungen, damit internationale Hochgeschwindigkeitszüge wie der Thalys hier halten. Derzeit findet in diesem Bahnhof die Ausstellung „1914: Ich war 20“ statt, die in beeindruckender Weise die Schrecken des Ersten Weltkriegs darstellt und bei den Geilenkirchener Besuchern einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.

Über den Glanz der Vergangenheit der früheren Industriemetropole und des heutigen Dienstleistungs- und Kulturzentrums informierte eine zweistündige Führung durch das Zentrum Lüttichs. An der Stelle, wo während der Französischen Revolution die dem Heiligen Lambertus, dem ersten Bischof von Lüttich, geweihte Kathedrale geplündert und niedergebrannt wurde, ist vor einigen Jahren ein unterirdischer Busbahnhof errichtet worden, während darüber moderne Säulen die historische Erinnerung an den früheren Kirchenbau wachhalten.

Am besten lässt sich das Zen-trum der Stadt zu Fuß erkunden, wobei zahlreiche gemütliche Restaurants und Cafés zu zwischenzeitlichen Erfrischungspausen einladen.

Besuchern ist zu empfehlen, viel Zeit mitzubringen, damit ihnen neben den üblichen touristischen Sehenswürdigkeiten auch Besonderheiten wie die Treppe „Montagne de Bueren“ nicht entgehen. Und dem Vater des bekannten „Kommissar Maigret“, dem aus Lüttich stammenden Schriftsteller und auf einer Parkbank vor dem Rathaus sitzenden Georges Simenon, einen Besuch abzustatten, gehörte abschließend schon fast zu den Höflichkeitspflichten der Geilenkirchener Europafreunde.

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