Europa-Union Geilenkirchen: Studienreise ins „Herz Europas“

Von: zva
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Besondere Studienreise: Mitglieder der Europa-Union Geilenkirchen an dem deutsch-luxemburgisch-französischen Dreiländereck Schengen, dem Ort, der dank des „Schengener Abkommens“ zum Inbegriff des grenzenlosen Europas wurde.

Geilenkirchen. Ein reizendes Land … Wälder, wie sie in Märchen vorkommen, Weingärten, die sich zu silbernen Wasserläufen herabsenken, reife Kornfelder, leuchtend in der Abendsonne“, so beschrieb im Jahr 1927 ein italienischer Diplomat die Schönheit und Vielfalt von Luxemburg.

Von der Richtigkeit dieser Aussage konnten sich nun 17 Mitglieder der Europa-Union Geilenkirchen bei einer viertägigen Studienreise durch das Großherzogtum überzeugen. Das mit 2600 Quadratkilometern zweitkleinste Mitgliedslands der EU sei definitiv eine Reise wert, so die Mitreisenden.

Bereits auf dem Weg zur ersten Station Echternach beeindruckte die Schlossburg Vianden die Geilenkirchener schon von Weitem, gilt sie doch als „die Schönste im ganzen Land“. Nicht weniger beeindruckt waren sie dann von der Führung durch Echternach, der ältesten Stadt des Landes. Stattliche Bürger- und Adelshäuser, Basilika und Benediktinerabtei prägen das Bild Stadt an der Sauer, die dank ihrer jährlichen Springprozession am Pfingstdienstag weit über Luxemburgs Grenzen hinaus bekannt ist.

Westlich von Echternach lud anschließend das Müllerthal zu einer Rundfahrt mit einer kleinen Wanderung ein. Tiefe Schluchten, mächtige Formationen von Sandsteinfelsen, Klüften und Grotten prägen diese wunderschöne Landschaft.

Besuch beim Botschafter

Auf einer Studienreise der Europa-Union darf natürlich der Besuch beim jeweiligen deutschen Botschafter nicht fehlen. So war der herzliche Empfang von Dr. Heinrich Kreft ein weiterer Höhepunkt. Dr. Kreft wies auf die bedeutsame Rolle des Großherzogtums in der Historie und Entwicklung der Europäischen Union hin. Brüssel und Straßburg seien die politischen Schaltzentralen, das Herz der Union schlage aber in Luxemburg.

Kein Wunder, gelten die Luxemburger doch wegen ihrer Freundlichkeit, Höflichkeit und Mehrsprachigkeit als perfekte Gastgeber für Konferenzen und das Land als idealer Standort für zahlreiche europäische Institutionen, so etwa den Europäischen Rechnungshof, den die Geilenkirchener ebenfalls besuchten. Als unabhängige externe Rechnungsstelle vertritt der Rechnungshof die Interessen der europäischen Steuerzahler, indem er die ordnungsgemäße Verwendung der Finanzen der Europäischen Union prüft.

1000 Jahre Geschichte wurden an einem Nachmittag auf einer Rundfahrt und einem Rundgang durch die Stadt Luxemburg lebendig. Zahlreiche eindrucksvolle Gebäude wie beispielsweise die Kathedrale Notre-Dame, der Paradeplatz (Place d’Armes), das Großherzogliche Palais, die gesamte Altstadt sind eindrucksvolle Zeugen glanzvoller Zeiten, während auf dem Kirchberg gläserne Architekturen und andauernde rege Bautätigkeiten der Stadt das Image „die Moderne“ verleihen.

Eine Fahrt mit dem Motorschiff „Princesse Marie Astrid“ auf der Mosel bis Trier und zurück sorgte am vorletzten Tag für Entspannung. Auf dem Vorgängerschiff der heutigen „Princesse Marie Astrid“ wurde im Juni 1985 das historische Schengener Abkommen unterzeichnet.

Besuch in Schengen

Da war es selbstverständlich, dass die Geilenkirchener auch dem kleinen Ort Schengen einen Besuch abstatteten und sich hier über den politischen und kulturellen Einigungsprozess der Europäischen Union informierten.

Den Schlusspunkt einer sehr informativen und abwechslungsreichen Studienreise bildete der in tiefe Wälder der Ardennen eingebettete Luftkurort Clervaux. Hier überragt die 1910 erbaute Benediktinerabtei das romantisch erscheinende Städtchen, in dem die gemütliche Fußgängerzone zum Bummel einlädt.

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