Übach-Palenberg - Erweiterungsbau am Awo-Familienzentrum bietet viel Platz zum Toben

Erweiterungsbau am Awo-Familienzentrum bietet viel Platz zum Toben

Von: Renate Kolodzey
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Flottes Ständchen: „Wir wollen feiern!“ Die Kinder des Awo-Familienzentrums freuen sich über ihre neuen Räume. Foto: Renate Kolodzey
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Eine wichtige Rolle: Gruppensprecher Silas Zajus (5) durfte eins der Bänder zur Nutzung des Neubaus durchschneiden. Foto: Renate Kolodzey
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Fröhliche Bauarbeiter: Awo-Vorsitzender Bernd Reibel (links), Awo-Geschäftsführer Andreas Wagner und Ulla Sevenich-Mattar, Awo-Fachbereichsleiterin für Kinder- und Jugendhilfe. Foto: Renate Kolodzey

Übach-Palenberg. Die Kinder dürfen ihr neues Gebäude als erste in Beschlag nehmen. Ganz cool schneiden die jeweiligen Gruppensprecher die rot-weiß gestreiften Bänder mit ihren Scheren durch und eröffnen damit den gerade fertig gestellten Erweiterungsbau des Awo-Familienzentrums in Boscheln.

„Hier würde ich sofort einziehen“, erklärt der fünfjährige Silas Zajus seiner Mama Bianca begeistert. „Die Räume sind hell, mit viel Holz und sehr gemütlich und einladend.“

Das findet auch Ulla Sevenich-Mattar, Awo-Fachbereichsleiterin für Kinder- und Jugendhilfe bei der Einweihung des rund 1,1 Millionen teuren Neubaus: „Wir haben mit dem Erweiterungsbau jetzt die erste sechsgruppige Einrichtung dieser Art in Übach-Palenberg!“

Die stellvertretende Einrichtungsleiterin Sonja Wirtz begrüßte die Einweihungs-Gäste sehr herzlich. Mit dem Lied „Wir wollen feiern!“, machten die Kleinen den Besuchern zur Melodie von „We will rock you!“ schwungvoll klar, warum sie hergekommen waren – warteten doch ein äußerst verlockendes Kuchenbuffet und attraktive Mitmach-Aktionen auf sie. Noch dazu hatten sie Riesenspaß mit einem lebensgroßen, wandelnden, roten Plüsch-Herzen, dem sie auch die Hand geben durften.

Die Kinder mussten sich allerdings noch ein wenig gedulden, denn Andreas Wagner, Awo-Geschäftsführer, ergriff das Wort und dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung, vor allem aber den Mitarbeiterinnen für ihre „endlose Geduld“ bei den Baumaßnahmen der letzten Jahre.

Auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch dankte allen Mitwirkenden und betonte: „Wir können nichts Besseres tun, als in die Förderung unserer Kinder zu investieren!“ Das zusätzliche Angebot an Betreuungsplätzen unterstreiche, dass Übach-Palenberg eine kinder- und familienfreundliche Stadt sei. Zur Freude der Kinder hatte er viele Tafeln Schokolade mitgebracht. Friedhelm Sieben vom Jugendamt hingegen begrüßte, dass die Arbeit der Erzieherinnen durch die neuen, großzügigen Räumlichkeiten unterstützt werde – Entwicklung brauche Platz.

Ulla Sevenich-Mattar erläuterte, dass von den 118 Kindern der Einrichtung 80 den ganzen Tag über dort seien. Der Neubau sei besonders kindgerecht – von den Waschräumen aus könne man beispielsweise direkt nach draußen gehen und umgekehrt. Es gebe einen eigenen Küchenbereich mit „Restaurant“ sowie einen Ruheraum, schilderte sie, im Hauptraum fänden bis zu 250 Personen Platz. Bald käme ein zweiter Haupteingang hinzu, der direkt zum Neubau führe, und im Außenbereich werde eine Sandfläche mit Hügelanlage angelegt, dazu kämen Spielgeräte sowie ein kleines Wäldchen.

Dreifaches Experiment

Architekt Michael Dörstelmann charakterisierte das Projekt als eine Stahl-/Holzkonstruktion ganz ohne Mauern. Vom Entwurf bis zur Fertigstellung habe es drei Jahre gedauert. Das Konzept sei völlig neu – ein Gebäude ohne Flur, also eine große Spielhalle, mit Schiebetüren für gruppenübergreifende Räume. Er hob hervor, viele Dinge seien bei solch einem Budget noch nie umgesetzt worden. Es sei ein dreifaches Experiment gewesen – pädagogisch, kostenmäßig und architektonisch.

Am Schluss der vielen Reden durfte sich jeder, der wollte, als Bauarbeiter verkleidet ablichten lassen – wobei die Verantwortlichen lachend den Anfang machten. Anschließend stießen sie mit den zahlreichen Gästen und Kindern an, um das gelungene Projekt auch gebührend zu feiern.

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