Erleichterung in Geilenkirchen: OSZE-Beobachter freigelassen

Von: Udo Stüßer
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Erleichterung nach der Freilassung: der selbst ernannte Bürgermeister Vyacheslav Ponomaryov und der deutsche OSZE-Beobachter Axel Schneider und seine Kollegen. Foto: dpa
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Erleichterung nach der Freilassung: der deutsche OSZE-Beobachter Axel Schneider und seine Kollegen. Foto: dpa

Geilenkirchen. Freude und Erleichterung herrschen am Samstag bei den 170 Soldaten und 30 zivilen Mitarbeitern des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in Geilenkirchen. Die von ukrainischen Separatisten festgehaltenen deutschen OSZE-Inspekteure sind auf dem Weg nach Deutschland.

Geplante Ankunftszeit in Berlin: etwa 21 Uhr. „Wir freuen uns, dass nicht nur die OSZE-Inspekteure, sondern auch das ukrainische Begleitpersonal der OSZE-Mission freigelassen wurden. Wir sind dankbar, dass die diplomatischen Bemühungen ihr Ziel erreicht haben“, erklärt ein Sprecher des Zentrums für Verifikationsaufgaben.

Alle sieben von prorussischen Milizen im Osten der Ukraine gefangenen Militärbeobachter – vier Deutsche, ein Tscheche, ein Pole und ein Däne –sind ebenso frei wie die fünf ukrainischen Begleiter. Die deutschen Abrüstungsspezialisten wurden gegen 21 Uhr in Berlin von ihren Familien in Empfang genommen.

Bei den deutschen freigelassenen Geiseln handelt es sich um drei im Zentrum für Verifikationsaufgaben arbeitende Bundeswehrsoldaten und um einen Dolmetscher. Nach ihrer Landung in Deutschland werden sie zunächst medizinisch untersucht. Wann sie in Geilenkirchen wieder ihren Dienst antreten können, entscheiden sie selbst in den nächsten Tagen.

Am 25. April wurde der Bus der OSZE-Beobachter nach einem Briefing durch ukrainische Sicherheitskräfte etwa 50 Kilometer südlich von Slawjansk  von zwei Fahrzeugen gestoppt. Acht mit Kalaschnikows bewaffnete Separatisten hatten den Bus umstellt und die unbewaffneten OSZE-Beobachter als Geiseln genommen.

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