Erfolgreichster Jahrgang in der Geschichte der Gesamtschule

Von: g.s.
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Hübsch verpackt und in Schale geworfen präsentierten sich die 95 Schüler der Abiturientia 2015 der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule zur Zeugnisübergabe. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Diese heutige Feier stellt gewissermaßen die Auswilderung nach der erfolgreichen Aufzucht dar“, schaffte Uwe Böken angelehnt an das diesjährige Abi-Motto „Abituri-Enten“, einen Vergleich zwischen den Entlassschülern und heranwachsenden Enten.

Der Leiter der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule hatte sich sogar noch auf der Webseite der Wildvogelhilfe kundig gemacht und folgendes erfahren: „Bei der Auswilderung macht es sich bezahlt, dass Sie bisher versucht haben, Ihren Wasservogel möglichst nicht an den Menschen zu binden.“ Böken war sich aber sicher: „Ganz vermeiden lässt sich ein gewisser Grad an Zahmheit leider nicht.“

Er zitierte weiter aus der Wildvogelhilfe und erfuhr dort, dass es von großem Vorteil ist, wenn mehrere Vögel gleichzeitig ausgewildert werden, die zusammen aufgewachsen sind. Das erleichtere ihnen das Loslösen von den Zieheltern und gebe ihnen ein höheres Maß an Sicherheit.

Wasservögel sollten also nicht einzeln ausgewildert werden, sondern immer in Gruppen mit Artgenossen, weil dies ihre Überlebenschancen maßgeblich erhöhe. „Dann haben wir ja in den letzten Jahren und auch heute alles richtig gemacht, oder?“, kam Uwe Böken zum Ergebnis. Der Schulleiter hoffte, dass die Zeit an der Schule prägende Eindrücke hinterlassen habe.

Mit einem Schnitt von 2,6 habe der Abschlussjahrgang das bisher beste Abiturergebnis in der Geschichte der Gesamtschule erreicht. Es könne zwölf mal eine Eins vor dem Komma vermeldet werden, das beste Abiturzeugnis habe einen Schnitt von 1,3. Das erfreute auch Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler, der einen Vergleich zu Isaac Newton herstellte. Ihm sei der erleuchtende Gedanke zur Schwerkraft gekommen, als ihm ein Apfel aus dem Baum auf den Kopf fiel.

„Manche Dinge fliegen einem einfach so zu, andere muss man sich hart erarbeiten“, sagte Fiedler. Das würden die Abiturienten in den 13 Jahren ihrer Schulzeit immer wieder erlebt haben. Dem einen lägen Fremdsprachen oder Geschichte, der andere finde sich in Naturwissenschaften zurecht – jeder nach seinen Interessen und Fähigkeiten. Es folgten Ansprachen von Klassenlehrern, Tutoren, Eltern- und Schülervertretern. Die Abiturfeier in der Aula der Gesamtschule wurde musikalisch von der Schülerband gestaltet.

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