Epoche der Steinkohle gezielt aufarbeiten

Von: (b)
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„Adolf-Preis 2009” verliehen: Die Auszeichnung ging an Dr. Walter Buschmann (2.v.r.). Der Vorsitzende des Vereins Bergbaudenkmal Adolf, Dr. Joachim Helbig (r.), nahm die Ehrung vor. Zu den Gratulanten gehörten Herzogenraths Vizebürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein und Pfarrerin Renate Fischer-Bausch. Foto: Sevenich

Übach-Palenberg. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Merkstein hatte der Verein „Bergbaudenkmal Adolf” zu seiner Mettenschicht eingeladen, die mit einem Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche und einem geselligen Treffen im Gemeindesaal gefeiert wurde.

Höhepunkt war die Verleihung des Adolfpreises an Dr. Walter Buschmann, Leiter des Referates Technik- und Industriedenkmale beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) für Rheinische Denkmalpflege in Pulheim. Dieser Preis wird an Personen oder Institutionen vergeben, die sich für die Wahrung der Bergbautradition im Wurmrevier besonders einsetzen.

Die letzte Schicht vor dem Weihnachtsfest wurde früher von den Bergleuten „Mettenschicht” genannt, die mit einem Gottesdienst und einem Festschmaus mit „Bescherung” gestaltet wurde. So fanden sich wieder viele ehemalige Bergleute mit Angehörigen in der Martin-Luther-Kirche zu dem Gottesdienst ein, der von Pfarrerin Renate Fischer-Bausch gehalten und vom Knappenchor St. Barbara, Alsdorf, musikalisch gestaltet wurde. In ihrer Predigt mahnte sie, gerade in der Adventszeit die Bergbaugeschichte nicht zu vergessen und die Werte lebendig zu erhalten.

Nach dem Kirchgang stärkten sich die Besucher beim Festschmaus im Gemeindesaal. Zu dem geselligen Treffen begrüßte Vorsitzender Dr. Hans-Joachim Helbig neben den Mitgliedern zahlreiche Gäste mit Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch und seinem Stellvertreter Dr. Manfred Fleckenstein an der Spitze.

„Mit der Verleihung des Preises wollen wir Ihre Bedeutung für unseren Verein würdigen”, sagte der Vorsitzende zu und über Buschmann. Er erinnerte an das Gutachten zu der Adolf-Dampf-Fördermaschine der Gutehoffnungshütte Sterkrade und die Bewertung des Fördermaschinenhauses des Wetterschachtes der Grube Adolf in Streiffeld.

„Mit ihrer Arbeit zu den Zechen und Kokereien des Steinkohlenbergbaus im Rheinland stützen sie unsere Bemühungen, die Bedeutung des sehr weit zurückreichenden Steinkohlenbergbaus im Wurmrevier für die heutige Zeit aufzubereiten”, hob der Vorsitzende hervor. Auch das Buch des Preisträgers über den Braunkohlenbergbau im Rheinland zeigt für Herzogenrath, „dass wir hier in der Region mit der über den Kohlflözen lagernden Braunkohle ein Alleinstellungsmerkmal haben, das eine größere Beachtung verdient”.

Figur vom Laser

Walter Buschmann nahm unter dem Beifall der Besucher aus der Hand des Vorsitzenden den Adolfpreis entgegen, der in einem schmucken Glasquader eine dreidimensional eingelaserte Bergbaufigur zeigt. Als erster Gratulant war Bürgermeister von den Driesch zur Stelle. Er sprach dem Verein Bergbaudenkmal Adolf den Dank von Rat und Verwaltung für seinen Einsatz zur Erhaltung der Bergbautradition in Merkstein aus.

Die Feierstunde wurde mit Liedern des Knappenchores St. Barbara, Alsdorf, unter Leitung von Franz-Josef Palm begleitet.
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