Entsetzen in Gangelt: Jüdischer Friedhof geschändet

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Ortsvorsteher Gerd Schütz (links) und Jo Gielen auf dem jüdischen Friedhof in Gangelt: Sie sind entsetzt über den Vandalismus. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Das Entsetzen ist groß in Gangelt. Der jüdischen Friedhof ist geschändet worden. Dort ist ein Großteil der rund 35 Grabsteine umgeworfen worden. Einige der Ruhestätten wurden zudem massiv beschädigt.

Jo Gielen war es, der im Ort zufällig einen Nachfahren der ehemals in Gangelt ansässigen jüdischen Familie Leopold traf und ihn mit seinen Begleitern zum Friedhof an der Bundesstraße brachte, wo ein Teil der Leopoldschen Familie die letzte Ruhestätte hat.

„Ich war erschrocken und beschämt zugleich, als ich die Verwüstung sah”, so Gielen, der wohl als erster den Vandalismus entdeckte. Zwar hat Walter Leopold, Jahrgang 1943, sich an dem Anblick scheinbar nicht gestört, denn der habe, so Jo Gielen, emotional ziemlich aufgewühlt nur Augen für den Grabstein seiner Familie gehabt, der als größtes Monument der Zerstörung entgangen war.

Zusammen mit Ortsvorsteher Gerd Schütz besichtigte Jo Gielen später den Schaden noch einmal ohne die Gäste, die zu dieser Zeit schon wieder auf dem Heimweg nach Amerika waren.

„Das kann erst ein paar Tage her sein”, so Gerd Schütz, als er die Bruchstellen der Grabsteine inspizierte. Schütz war es auch, der Bürgermeister Bernhard Tholen informierte und mit ihm vereinbarte, dass Mitarbeiter des Bauhofes so schnell wie möglich an die Beseitigung der Schäden gehen sollen.

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