Geilenkirchen - Entscheidung über geplante Bahnunterführung steht aus

Entscheidung über geplante Bahnunterführung steht aus

Von: st
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Geilenkirchen. Die Entscheidung über den Neubau einer Bahnunterführung im Geilenkirchener Stadtkern hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung vertagt. Nach langer Diskussion wurde über diesen Tagesordnungspunkt nicht abgestimmt, sondern in den Stadtrat verwiesen.

Der Rat wird sich in der nächsten Sitzung am Mittwoch, 17. April, mit dem Thema beschäftigen. Diskutiert wurde die Frage vor dem Hintergrund, dass bei der Stadt Geilenkirchen laut Verwaltung ein Eigenanteil von mindestens 1,5 Millionen Euro verbleibt, ein städtischer Anteil von zwei bis 2,5 Millionen Euro sogar wahrscheinlicher ist. „Irgenwann muss man realistisch sein. Es geht nicht. Und rechnen Sie bitte nicht damit, dass Manna vom Himmel fällt“, sagte Bürgermeister Thomas Fiedler.

„Unsere Pflicht ist, den Haushalt zu sanieren“, erklärte er und versicherte, dass dies bis 2023 gelingen wird. Dieser Plan könne aber nur aufgehen, wenn man sich von der Bahnunterführung verabschiede. Dies sah auch Helmut Gerads von der Bürgerliste so. „Es ist unverantwortlich, da Geld reinzustecken.“ Anderer Meinung waren die Grünen: „Es ist falsch, das Projekt sterben zu lassen“, erklärte Rainer Jansen. Gabi Kals-Deußen (SPD) sah „ein finanzielles Wagnis“. CDU-Fraktionschef Wilhelm-Josef Wolff erklärte, man habe sich in der Fraktion nicht einigen können. Die Verwaltung solle versuchen, das Projekt zeitlich nach hinten zu schieben. „Wir würden gerne Zeit gewinnen.“ Auch Nils Kasper (FDP) meinte: „Wenn wir jetzt nein sagen, sagen wir das für eine ganze Generation.“ Beigeordneter Hans Hausmann warnte, dass alleine schon die weitere Planung mit erheblichen Kosten verbunden sei. „Und wir brauchen das Grundstück der ehemaligen Post. Wenn wir weiter planen, müssen wir den Grunderwerb vorfinanzieren.“

„Alle sehen Licht und Schatten. Wir sollten das Thema in den Rat verschieben", schlug Nils Kasper vor. Thomas Fiedler warnte: „Wenn wir eine bessere Verkehrsanbindung haben, haben wir auch mehr Verkehr in der Stadt.“

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