Eneco-Tour bringt Selfkant auf die Bildschirme

Von: disch
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Selfkant. Bei der Fernsehübertragung der Eneco-Tour flimmerten auch Bilder aus dem Selfkant über die Bildschirme in die Wohnstuben der Radsportfans: Die Fernsehkameras setzten die Grenzregion am Sonntagnachmittag beim Finale der Rundfahrt gut in Szene, lag doch mit der Bergstraße in Hillensberg - mit dem Anstieg und dem letzten Zwischensprint dort - ein besonders markanter Streckenpunkt auf deutschem Terrain.

„Die Gemeinde Selfkant konnte zum neunten Mal dieses internationale Radrennen, welches aus der Ronde van Nederland hervorgegangen ist, begrüßen”, erklärte Bürgermeister Herbert Corsten am Montag. „Mich würde es besonders freuen, wenn die Gemeinde Selfkant auch in den kommenden Jahren Gastgeber für diese Rundfahrt sein könnte.”

Der ganz besondere Dank des Bürgermeisters galt den Organisatoren sowie dem Bauhof, der Feuerwehr und der Polizei, die insgesamt dafür Sorge getragen hätten, „dass diese radsportliche Großveranstaltung reibungslos durchgeführt werden konnte”.

Ad Stelten, bei dem in der Gemeindeverwaltung alle Fäden rund um die Gastspiele der Eneco-Tour im Selfkant zusammenlaufen, dankte insbesondere auch den beiden Einsatzleitern, dem Bauhof-Chef Bernd Hoeker und dem Gemeindebrandinspektor Ralf Herbertz, sowie all ihren Einsatzkräften, aber auch der Kreispolizeibehörde Heinsberg. Anwohnern und Autofahrern dankte er für das Verständnis angesichts von (kurzzeitigen) Straßensperrungen.

Im Laufe der Jahre habe sich eine gewisse Routine entwickelt, sagte Stelten, aber angesichts immer wieder einmal veränderter Streckenführungen seien auch die Aufgaben jeweils neu zu bewerten.

Gute Früchte werfe die inzwischen obligatorische Vorbesprechung ab, bei der auch in diesem Jahr wieder frühzeitig - schon im Mai - Vertreter verantwortlicher deutscher und niederländischer Institutionen im Rathaus in Tüddern zusammengekommen waren. So habe es keinerlei Kommunikationsschwierigkeiten gegeben.

Ad Stelten bewertete nicht nur die TV-Bilder als positiv („Dies ist eine Art der PR, die natürlich in jeder Gemeinde willkommen ist!”). Er war auch zufrieden mit der Zuschauerresonanz vor Ort, wobei natürlich der Kreisverkehr in Wehr und der Anstieg in Hillensberg wieder die besonders interessanten Stellen gewesen seien.

Die Zusammenarbeit der Gemeinde mit der Stichting Wielerpromotion Sittard-Geleen, die für die örtliche Organisation von Etappenstarts oder Etappenankünften in der niederländischen Grenzstadt verantwortlich zeichnet, hat sich längst bewährt und ist ausgezeichnet, wie von beiden Seiten immer wieder betont wird.

Sollte Sittard-Geleen der Eneco-Tour in den nächsten Jahren verbunden bleiben, wovon Stelten ausgeht, und sollte es sich ergeben, dass die Streckenplanung der Eneco-Tour-Organisation auch wieder einen Abstecher in die Gemeinde Selfkant ins Auge fasst, „dann leisten wir gerne Schützenhilfe”, so Stelten weiter.

Wobei die Gemeinde zwar organisatorischen und personellen Aufwand betreibt, aber keine finanziellen Verpflichtungen eingehen muss. Sprich: Die Gemeinde wird nicht zur Kasse gebeten, um dieses Radsportereignis der Spitzenklasse (immerhin ist die Eneco-Tour ein Rennen der UCI World Tour) einige Kilometer weit auch auf ihrem Gebiet stattfinden zu lassen.

Der Gesamtsieger der Eneco-Tour 2011, der Noweger Edvald Boasson Hagen vom Team Sky Procycling, der bereits im Jahr 2009 (damals noch in Diensten vom Team Columbia - High Road stehend) diese Radrennrundfahrt durch die Niederlande und Belgien gewonnen hatte, dankte nach dem Triumph in Sittard vor allem seinem Team.

Er selbst habe auf der Schlussetappe vor allem seinen ärgsten Rivalen, Philippe Gilbert (Omega Pharma-Lotto), im Auge behalten müssen. Den Rest der Arbeit habe sein Team erledigt, sagte Boasson Hagen. „Ohne mein Team hätte ich die Eneco-Tour nicht gewinnen können.”

Im Endklassement, das insgesamt 101 Fahrer im Ziel auflistete, hatte Edvald Boasson Hagen einen Vorsprung von 22 Sekunden vor Philippe Gilbert.

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