Empfang im Haus Basten: Schützentradition noch modern

Von: Markus Bienwald
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Gut 50 Anwesende zählt der jüngste Schützenempfang im Geilenkirchener Haus Basten. Bürgermeister Georg Schmitz lobt das große Engagement der Bruderschaften. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Ein Politikum ist der Schützenempfang der Stadt Geilenkirchen nicht mehr. Zumindest, seit Bürgermeister Georg Schmitz ihn wieder in das offizielle Programm der Stadt gehoben hat. Dennoch bleibt der Empfang, der am Samstag wieder im Haus Basten stattgefunden hat, ein wichtiger Treffpunkt für die insgesamt 15 Bruderschaften im Geilenkirchener Stadtgebiet.

Dass er dieses Mal aus terminlichen Gründen nicht zur Herbstkirmes der Vereinigten St.-Sebastianus-und-Junggesellen-Schützenbruderschaften Geilenkirchen stattgefunden hat, wird wohl nur eine Randnotiz bleiben. „Im nächsten Jahr findet der Empfang wie geplant zur Kirmes statt“, sagte Schmitz zu.

Zur Trauer um die Schützenbrüder Hubert Wapelhorst und Friedbert Keller, derer in einer Schweigeminute gedacht wurde, mischte sich aber des Bürgermeisters Freude darüber, dass sich die Veranstaltungen der Schützen zunehmend wieder als Publikumsmagnete entpuppen.

„Die Nachfrage hat in den vergangenen Jahren enorm zugenommen, und der Trend geht weiter dahin, dass auch junge Leute aufs Zelt gehen“, sagte Schmitz.

Sein Dank galt dabei den Bruderschaften, die ihre von „Glaube, Sitte, Heimat“ geprägte Tradition immer wieder neu in die Moderne überführen, und so ein wichtiger Anker für die Dorfgemeinschaften und das gesellschaftliche Leben in Geilenkirchen sind. „Die Schützenbruderschaften beweisen ein ums andere Mal, dass sie unverzichtbar sind“, schloss Georg Schmitz.

„Wir sind für Brauchtum und Tradition verantwortlich“, betonte auch Bezirksbundesmeister Josef Kouchen in seiner kurzen Begrüßung.

In Anwesenheit der amtierenden Bezirkskönige Robert Spicker und Heinz Verspeek, sowie des Bezirksprinzen Sascha Esser sprach Präses Pfarrer Winfried Müller über das gesellschaftliche Wirken der in Grün und Schwarz gewandeten Schützen. Er ging dem Ursprung der Bezeichnung „Schützen“ auf den Grund, die früher einmal dazu erkoren waren, ihre Ortschaften zu schützen.

Heute sollten vor allem die christlich geprägten Schützenbruderschaften vermehrt ein Auge darauf haben, wie in der Gesellschaft miteinander umgegangen werde. „Überall, wo Menschen auf der Flucht sind, da sind wir Christen gefordert“, sagte er.

Und Müller wurde nicht müde zu betonen, wie wichtig es sei, sich für alle, die Hilfe brauchen, einzusetzen. „Gerade bei Schützenfesten können wir andere in die Gemeinschaft hereinholen“, schloss er unter dem Applaus der rund 50 Anwesenden.

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