Eisernen Schnabel in den Wind

Von: g.s.
Letzte Aktualisierung:
Franz Davids hatte bereits vor
Franz Davids hatte bereits vor Jahren die Idee, der Burg Trips und dem Loherhof je einen Wetterhahn „aufs Dach” zu setzen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Seit wenigen Tagen zieren je ein Wetterhahn die Turmspitzen von Burg Trips und vom Loherhof. Diese optische Veredlung ist dem Ehepaar Maria und Franz Davids zu verdanken.

„Schon vor Jahren reifte bei uns der Gedanke, Wetterhähne auf Burg Trips und Loherhof zu installieren”, schildert Schlossbesitzer Franz Davids. Jetzt war es soweit. Ein 70-Tonnen-Kranwagen rollte in den Schlosspark von Trips und fuhr seinen 46-Meter-Ausleger aus. Im Korb an der Spitze des Auslegers machten sich die Mitarbeiter der Niederheider Kunstschmiede Thelen ans Werk, denn es galt, die Burgspitze für den inklusive der Goldenen Kugel 80 Kilogramm schweren Wetterhahn zu präparieren.

Das erwies sich als sehr zeitaufwändig, denn selbst das alte Gebälk im Dachstuhl der 600 Jahre alten Burg musste verändert und der neuen Schwerlast angepasst werden, zudem gab es einen neuen Blitzableiter. Mit einem Rohrgestell zum Auffangen des Drehelements verstärkt, schafften es die Schlosser in einer insgesamt sechs Stunden dauernden Aktion, den schweren Wetterhahn an den dicken Eichenbalken zu befestigen. „Das hat etwas länger gedauert als erwartet, aber doch sehr gut geklappt”, bewertete Franz Davids.

In etwa 30 Meter Höhe wird der 2,50 Meter hohe und 1,50 Meter breite geschmiedete Wetterhahn aus verzinktem Stahl den Betrachtern zukünftig die Windrichtung weisen. Hahn und Kugel sind goldfarben lackiert und schon von weitem gut sichtbar. Auf dem Wetterhahn sind die Initialien „M” und „F” der Stifter Maria und Franz Davids als Buchstaben aufgebracht.

Zwei Tage später fuhr der Vierachsige Kranwagen am Loherhof vor und stand dort für die Anbringung des zweiten Wetterhahns bereit. Hier wurde die Schmiedearbeit sogar in 32 Meter Höhe angebracht, und dafür galt es, ebenfalls einige Veränderungen am Dachstuhl vorzunehmen.

Das ehemalige Kloster Loherhof der Steyler Missionare wurde im Jahre 1924 erbaut, von der Familie Davids erworben und wird derzeit für vielfältige, insbesondere schulische Zwecke genutzt.

Die beiden Wetterhähne fanden schnell Anklang bei Passanten und wurden begeistert bestaunt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert