Einzelhandel lobt „südländisches Flair“

Von: Udo Stüßer
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Dr. Rita Freches-Heinrichs, Vorsitzende des Geilenkirchener Aktionskreises, begrüßte eine Vielzahl geladener Gäste zum Neujahrsempfang im Haus Basten. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Sämtliche Feste des Aktionskreises sind echte Höhepunkte im Veranstaltungsreigen der Stadt Geilenkirchen gewesen“: Diese positive Bilanz zog am Sonntag Dr. Rita Freches-Heinrichs beim Neujahrsempfang des Aktionskreises im Haus Basten.

Der Neujahrsempfang 2012, die Autoausstellung mit Schlemmertreff, das Weinfest, die Resonanz auf die neue LED-Weihnachtsbeleuchtung und der Nikolausmarkt hätten, so die AK-Vorsitzende, die Erwartungen zum Teil übertroffen. Das Weinfest sei wegen der Verlegung auf den Marktplatz zu einem absoluten Highlight für Geilenkirchen geworden.

Auch lobte Freches-Heinrichs die Entwicklung der Innenstadt. „Ich darf im Namen aller Anwesenden sprechen, wenn ich sage, dass der Marktplatz der Stadt nunmehr südländisches Flair verleiht zusammen mit unserem Prachtboulevard.“ Anwesende: Das waren neben Mitgliedern des Aktionskreises Vertreter von Rat und Verwaltung, der Schulen, der Geldinstitute, des Militärs und der Polizei.

Der Aktionskreis sei weiterhin bemüht, den Friedlandplatz mit dem Schlemmertreff anlässlich der Autoausstellung zu beleben. Weitere Festlichkeiten wie das Brot- und Backfest seien für Juni auf dem Friedlandplatz geplant. Nach einem Jahr der Abstinenz könne die Herbstkirmes wieder in die Stadt, vielleicht sogar auf den Friedlandplatz, geholt werden.

Durch die Erweiterung des „Gelo Carré“ zur Konrad-Adenauer-Straße hin und der Schaffung neuer Einkaufsflächen durch die Familie Davids habe Geilenkirchen ein neues Highlight mit neuen Geschäften erhalten. Die Galerie sei wahrhaft gelungen. „Wenn nun die Kornmühle fertiggestellt wird und die Geschäfte in der Galerie in naher Zukunft eröffnen, werden die Leerstände in der Stadt hoffentlich bald Geschichte sein“, blickte Freches-Heinrichs in die Zukunft.

Durch den prachtvoll gestalteten Marktplatz und die Fertigstellung des Gelo-Carrés sei davon auszugehen, dass in diesem Jahr eine Vereinheitlichung der Ladenöffnungszeiten wahrscheinlicher werde. „Auch hoffe ich, dass durch die weitere Eröffnung neuer Läden und Geschäfte in der Galerie eine deutliche Wiederbelebung des innerstädtischen Konsumverhaltens sich bemerkbar machen wird, damit Geilenkirchen an Attraktivität weiter gewinnen wird und weiterer Käuferzuspruch sich bemerkbar machen wird“, sagte die AK-Vorsitzende.

Mit humorvollen Worten führte Roland Meintz aus der Marketing-Abteilung der Raiffeisenbank Heinsberg durch das kurzweilige Programm, an dem auch die Darbietungen des Jungen Chores Hünshoven unter Leitung von Maria Slagboom großen Anteil hatten. „Die erneuerte Innenstadt wird von vielen Menschen in der Region gelobt“, sagte auch Bürgermeister Thomas Fiedler. Die rechtzeitig zum Nikolausmarkt fertig gewordene Passage sei das einzige Bauwerk der letzten Jahre, „über das nicht ein einziger, aber wirklich keiner motzt, sondern das restlos alle gut finden“.

Aus dem vergangenen Jahr zog Fiedler die Erkenntnis, „dass in Geilenkirchen nichts – vor allem die Veränderung des Käuferverhaltens nicht – auf einmal und mit einem Knall passiert, sondern sich eher mählich wandelt“. Fiedler weiter: „Beziehen wir daraus den Optimismus, dass der Einzelhandel von den neuen Verkaufsflächen vielleicht nicht sofort, dafür aber nachhaltig profitieren wird.“ Er werde mit bekannten und neuen Akteuren in diesem Jahr das Stadtmarketing neu organisieren. Er wolle den Blick auf die Frage lenken:„Wie können wir Geilenkirchen noch besser nach außen darstellen und Investoren und Einzelhändler anziehen?“

Fiedler warf einen Blick auf die nächsten Monate: „In diesem Jahr werden wir den Vorplatz vor dem Gymnasium neu gestalten und damit das ganze Ensemble zwischen I. und II. Bauabschnitt sowie dem Marktplatz vollenden.“ Die Herzog-Wilhelm-Straße werde zwischen Kreisverkehr und Gelo-Carré überplant. „Und ich werde mich glücklich schätzen, wenn wir auch den Synagogenplatz in die Planung einbeziehen können. Er hoffte, dass sich viele Bürger für Glasfaserkabel entscheiden und „damit Geilenkirchen voranbringen als eine Stadt des schnellen Internets“.

Mit der Kreissparkasse werde die Stadt eine Entwicklungsgesellschaft gründen, um die Entwicklung von Bauland und privaten Immobilieninvestitionen zu fördern. Und zur Haushaltssituation sagte Fiedler: „Wir werden handeln können und viel besser dran sein als viele andere Kommunen in diesem Bundesland.“

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