Geilenkirchen - Einzelhandel: Eine Gemeinsame Strategie muss her

Einzelhandel: Eine Gemeinsame Strategie muss her

Von: Udo Stüßer
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Geilenkirchen hat eine Einzelhandelszentralität von weniger als 100. Was das bedeutet, erklärten die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema Stadtmarketing. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Wo steht die Stadt Geilenkirchen? Wo will sie hin? Und welche klugen Köpfe sollen ihr auf diesem Weg helfen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich derzeit Stadtrat und Verwaltung. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung hat im März die Verwaltung mit der Koordination einer Arbeitsgruppe Stadtmarketing beauftragt.

Doch mit welchen Themen soll, mit welchen Themen muss sich eine solche Arbeitsgruppe beschäftigen? Was ist in einer 28.000 Einwohner zählenden Stadt möglich und was nicht? Und was versteht man überhaupt unter Stadtmarketing? Ist es Wirtschaftsförderung? Werbung? Förderung des Einzelhandels?

Dass es ein Mix aus diesen Bereichen und noch viel mehr ist, machte eine Podiumsdiskussion im Hörsaal der Firma CSB deutlich, die Bürgermeister Thomas Fiedler, Wirtschaftsförderin Susanne Köppl, CDU-Fraktionschef Wilhelm-Josef Wolff und Karl-Peter-Conrads, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, vorbereitet hatten.

Auf dem Podium saßen Dr. Jutta Bacher, Leiterin Marketing der Stadt Aachen, Ramona Nixdorf, Pressesprecherin des Aktionskreises Geilenkirchen, Elmar Bransch, Geschäftsführer der Minkenberg Medien GmbH, Albert Baeumer aus der Marketing-Abteilung von CSB, Thomas Back, Leiter Vertriebsmanagement der Raiffeisenbank Heinsberg, Armin Pennartz, Filialleiter der Kreissparkasse Heinsberg in Geilenkirchen und Ingo Schäfer, Geilenkirchener Geschäftsmann und Betriebswirt für Marketing und Kommunikation.

Dass Geilenkirchen auf dem richtigen Weg ist, zeigten die von Susanne Köppl vorgelegten Daten über den Kaufkraftzufluss und -abfluss der Industrie- und Handelskammer Aachen: Während Geilenkirchen im Jahr 2012 eine Einzelhandelszentralität von 74,5 aufwies, konnte sie im vergangenen Jahr auf 81,6 gesteigert werden. Eine Kennziffer von mehr als 100 sagt aus, dass ein Kaufkraftzufluss stattfindet, der Einzelhandel macht dann mehr Umsatz als die dort lebende Bevölkerung ausgibt. Eine Kennziffer von kleiner als 100 bedeutet, dass Kaufkraft abfließt.

Auf 139,8 Millionen Euro belief sich die Kaufkraft der Geilenkirchener für den Einzelhandel im vergangenen Jahr, das waren 4933 Euro je Einwohner. In den Geilenkirchener Geschäften wurde laut IHK ein Umsatz in Höhe von 104,4 Millionen Euro gemacht. Im Jahr 2012 machte der Handel einen Umsatz in Höhe von 95,2 Millionen Euro.

Die Einzelhandelszentralität der Stadt Übach-Palenberg ist von 71,5 im Jahr 2012 auf 72 im vergangenen Jahr gestiegen, der Einzelhandel machte einen Umsatz in Höhe von 79,3 Millionen Euro. In der Gemeinde Gangelt ist die Einzelhandelszentralität von 87,3 Millionen Euro auf 86,8 gesunken. Den Umsatz der Einzelhändler beziffert die IHK mit 44,1 Millionen Euro.

Darüber, dass die Einzelhandelszentralität in Geilenkirchen gestiegen ist, freute sich Ausschussvorsitzender Karl-Peter Conrads natürlich. Er erklärte aber auch: „Stillstand ist Rückschritt. Nur gemeinsames Handeln führt zum Erreichen des Ziels. Der Händler bedarf einer neuen Strategie.“ Was zu dieser neuen Strategie führt, machte Ingo Schäfer in der anschließenden Diskussion deutlich: „Die Kommunikation muss gebündelt werden. Es muss allen klar sein, was in den nächsten zehn Jahren in Geilenkirchen geschieht.“

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