Einstimmige Entscheidung: Enwor macht das Rennen

Von: jpm
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In der Enwor-Firmenzentrale in Herzogenrath dürften die Sektkorken ebenso knallen wie in Übach-Palenbergs Rathaus. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Enwor hat das Rennen um die Übach-Palenberger Wasserkonzessionen gewonnen. Der Hauptausschuss entschied am Dienstag in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig, dass weiter mit dem Herzogenrather Wasserversorger zusammengearbeitet werden soll. Am Donnerstag muss das Thema zwar noch einmal durch den Stadtrat, hierbei handelt es sich jedoch nur noch um eine Formalität. Es ist erneut von einer einstimmigen Entscheidung auszugehen.

Mit einiger Verzögerung und unter dem Nachhall von im Zuge der Vergabe zerschlagenem Porzellan kommt es nun also doch noch so, wie die Stadtverordneten es schon vor fast genau einem Jahr entschieden hatten: Enwor bringt die Konzessionen in eine gemeinsame Wasserversorgungsgesellschaft mit der Stadt ein. Außerdem wird die Stadt Gesellschafter bei Enwor, erhält also eine Gewinnbeteiligung und Mitspracherecht. Dem Haushalt dürfte eine Entlastung bevorstehen, die jedes Jahr deutlich im sechsstelligen Bereich liegt. Auch die Rettung des Ü-Bades soll so gelingen. Der Abschluss, zu dem die Angelegenheit nun gebracht wird, ist also in jedem Fall ein Erfolg für die Stadt Übach-Palenberg. Daran ändern auch die negativen und teils peinlichen Begleiterscheinungen nichts.

Ursprünglich war ein ähnliches Modell mit dem Kreiswasserwerk vorgesehen gewesen, wovon die Stadt jedoch im Anschluss an jahrelange Vorbereitungen und unter dem Druck der Öffentlichkeit wieder Abstand nahm. Gewaltiger Ärger mit dem Landrat und eine hohe Vergleichszahlung, mit der einem möglichen Gerichtsverfahren aus dem Weg gegangen wurde, waren die Folge.

Dass der Ratsbeschluss von vergangenem Jahr wiederholt werden muss, geht auf eine Intervention der Kommunalaufsicht zurück. Diese hatte nach der Ratsentscheidung von vergangenem Jahr darauf gepocht, dass aufgrund geringfügiger und indirekter privatwirtschaftlicher Beteiligungen an Enwor eine europaweite Ausschreibung der Konzessionen zu tätigen sei. Eine sogenannte Inhouse-Vergabe, bei der eine Ausschreibung nicht notwendig ist, sei nur bei einem zu 100 Prozent kommunalen Anbieter wie dem Kreiswasserwerk möglich gewesen. Werde keine Ausschreibung getätigt, hieß es damals, riskiere die Stadt langwierige und kostspielige juristische Auseinandersetzungen mit anderen Playern auf dem hart umkämpften Markt.

In der Tat bekundeten dann auf die Ausschreibung hin auch eine Reihe an weiteren Anbietern ihr Interesse an den Konzessionen. Auch im Rahmen der Ausschreibung setzte sich nun jedoch offenbar Enwor durch, weshalb die Gesellschaftsgründung doch noch mit den Herzogenrathern vollzogen werden kann.

Die Stadt hat angekündigt, die Öffentlichkeit im Anschluss an die Ratsentscheidung umfassend zu informieren.

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