Übach-Palenberg - Einmaliges Konzerterlebnis: Drei stimmgewaltige Chöre zeigen Stärke

Einmaliges Konzerterlebnis: Drei stimmgewaltige Chöre zeigen Stärke

Von: Markus Bienwald
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Ein nicht nur optisch, sondern auch klanglich beeindruckendes Bild lieferten nun die gemeinsam musizierenden Chöre aus Übach-Palenberg bei ihrem Konzert im CMC ab. Foto: Markus Bienwald
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Als engagierter Gesamtleiter fungierte auch dieses Mal wieder Wilfried Hirche.

Übach-Palenberg. „Alleine sind wir schwach, gemeinsam sind wir stark.“ So begrüßte die Vorsitzende des Kirchenchores St. Dionysius Übach, Veronika Lücker, die Gäste in der bestens besetzten Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC) am Sonntagnachmittag.

Dabei bezog sie sich natürlich auf das Zusammenwirken von gleich drei Chören bei diesem herrlichen Konzerterlebnis: Neben den Kirchenchören St. Fidelis Boscheln und St. Dionysius Übach war auch noch der Übacher Gesangverein 1848 als Gastchor dabei.

Unter der erfahrenen Gesamtleitung von Wilfried Hirche und mit Thomas Gottschalk am Klavier fügte sich so das vielstimmige Chorerlebnis zu einem Gesamtkunstwerk, der Chorgemeinschaft bereitete das vielfältige Programm keine Schwierigkeiten. Ganz im Gegenteil, denn schon beim Eröffnungstitel „Fröhlich klingen un’sre Lieder“ von Lorenz Maierhofer mit den beiden Kirchenchören war zu spüren, dass der Konzerttitel „Musik verbindet – Stimme bewegt“ nicht zu Unrecht gewählt war.

Aus einem Guss flossen die Töne ins Ohr, die spärliche Instrumentierung des Openers reichte aus, um die stimmliche Gewalt der Chormitglieder genau im richtigen Maße zu unterstützen. Das Ganze war also klanglich richtig tragfähig, was sich auch beim „Chor der Gefangenen“, dem wohl bekanntesten Stück aus Verdis Oper „Nabucco“ richtig entfaltete. Die Menschen im Auditorium wurden nicht nur in die Musik gezogen, sondern förmlich zum Mitsummen animiert. Das schaffen nur wenige Musiker und Chöre, und dieses Erlebnis zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte gesungene Literatur.

Ob es der „Ungarische Tanz Nr. 5“ von Brahms mit seinem unnachahmlichen Feuer war oder das kindliche „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus Peter Maffays Musical „Tabaluga“: Stets kamen die Stimmen treffsicher zum Einsatz, so war die hohe Kunst des Gesangs in der Gruppe perfekt.

Das breit gestreute Repertoire wurde natürlich auch von den gestandenen Herren des Übacher Gesangvereins 1848 bestens ergänzt. Sie sangen sich durch die leichtere Muse, die bei einem „Best of“ von Udo Jürgens wieder zum Mitsingen anregte, ließen russische Weisen wie „Suliko, mein Mädchen“ eindrucksvoll erklingen, und fanden auch am „Räuberlied“ aus dem Opern-Fragment „Die Bürgschaft“ von Franz Schubert allergrößten Spaß. Dies alles erlebten die begeisterten Gäste, die zu Recht viel Applaus spendeten, bei freiem Eintritt und dem guten Gefühl, hier Menschen zu lauschen, die aus dem Singen eine in der Gemeinschaft gelebte Leidenschaft machen.

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