Geilenkirchen - Einmalige Produktionsstraße liefert süße Hörnchen

Einmalige Produktionsstraße liefert süße Hörnchen

Von: Georg Schmitz
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Csilla Teglasi und József Hanyicska zeigten Bürgermeister Thomas Fiedler und Wirtschaftsförderin Susanne Köppl (v.r.) die Produktionsstraße von Sweet Horn. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Vor fast genau zwei Jahren erfolgte mit einem symbolischen Spatenstich durch Bürgermeister Thomas Fiedler der offizielle Start der Bauarbeiten für eine Backwarenproduktionsstätte der Firma Sweet Horn aus Budapest. Noch im gleichen Jahr hat Sweet Horn den Firmensitz in Geilenkirchen angemeldet.

Mit einem Jahr Verspätung nahm das Unternehmen jetzt seine Produktion auf, für den Anfang fanden 16 Beschäftigte in dem Gebäudekomplex an der Benzstraße einen Arbeitsplatz. Langfristig sieht die Sweet Horn GmbH einen Bedarf von mehreren Dutzend Mitarbeitern.

Bauherr für das 6,5-Millionen-Euro-Projekt ist die SH Deutschland GmbH, die mit einem ungarischen Unternehmen einen Investitionspartner ins Boot geholt hat. Im Gewerbegebiet Niederheid entstand ein Neubau mit einer Gesamtfläche von 1490 Quadratmetern. Die eigentliche Backwarenproduktion mit Tiefkühllager umfasst eine Nutzfläche von 1100 Quadratmetern, der zweigeschossige Verwaltungstrakt mit Sozialräumen für die Mitarbeiter 390 Quadratmeter. Die Firma Sweet Horn sieht den neuen Firmensitz Geilenkirchen als wichtigen Meilenstein für die zentrale Erschließung des europäischen Marktes.

Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung einer weltweit einzigartigen, innovativen Tiefkühlbackware mit dem Namen „El Cuerno Dulce – Sweet Horn“ spezialisiert. Das jetzt in Geilenkirchen auf der Basis einer ungarischen Spezialität gefertigte, einem Croissant ähnelnde Hörnchen ist innen hohl. Es wird mit süßen (Käsekuchen oder Zuckerguss) oder herzhaften Zutaten (Bratwurst oder Frankfurter) befüllt und an die Endverbraucher weitergegeben. Die „Hörnchen“ sind auch in der Mikrowelle erhitzbar und werden besonders in Tankstellen, Kaffeehäusern und bei größeren Veranstaltungen angeboten.

Bei der Herstellung handelt es sich um ein kompliziertes Produktionsverfahren, für das Sweet Horn eine auf der Welt einmalige Produktionsstraße in Betrieb genommen hat. Sweet-Horn-Geschäftsführer József Hanyicska führte bei der offiziellen Eröffnung Bürgermeister Thomas Fiedler und Wirtschaftsförderin Susanne Köppl sowie einige Geschäftspartner durch die Hallen. Um den strengen Hygienevorschriften gerecht zu werden, mussten die Besucher spezielle Schutzkleidung inklusive Kopfhaube anziehen.

Hanyicska hatte schon beim Spatenstich betont, dass die Stadt Geilenkirchen dem Unternehmen das benötigte Grundstück zu günstigen Konditionen überlassen habe. Dies sei eine gute Basis für die Ansiedlung im Gewerbegebiet Nie­derheid gewesen. „Bedauerlicherweise werden wir unsere Produkte nicht zuerst in Deutschland verkaufen, sondern in Großbritannien und den Benelux-Ländern“, ließ Hanyicska aufhorchen. In Deutschland sei die Einführung eines Produktes schwieriger und komme langsamer in Gang.

Nach einer Lebensmittelmesse in London sei der Verkauf in Großbritannien gut angelaufen, weshalb Sweet Horn hier einen eigenen Manager mit Büro einsetzen werde. Bei der Führung durch den Betrieb durfte die Produktionsstraße nicht fotografiert werden, jedoch ging am Anfang der Hefeteig rein und am Ende kamen fertig verpackte Hörnchen raus.

Die Gäste zeigten sich beeindruckt und konnten nach der Führung die Spezialitäten des Hauses auch probieren. Geschäftsführer József Hanyicska, seine Ehefrau und stellvertretende Geschäftsführerin Csilla Teglasi haben ihren Wohnsitz von Budapest nach Waurichen verlegt. „Unsere beiden Kinder fühlen sich in der ruhigen Umgebung und in der Kita schon wohl“, weiß er zu berichten. „Ich wünsche mir und Ihnen, dass bald jeder auf der Welt, der ein Sweet Horn in der Hand hält, dies mit dem Namen Geilenkirchen verbindet“, hatte Fiedler seine Gedanken schon beim Spatenstich preisgegeben. Tatsächlich ist auf jeder Verpackung die Stadt an der Wurm aufgeführt.

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