Geilenkirchen-Immendorf - Eine Rallye durch Immendorf: Gibt es hier einen Tomatenbaum?

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Eine Rallye durch Immendorf: Gibt es hier einen Tomatenbaum?

Von: Barbara Nießen
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Mit Aufgabenblättern, Stiften und viel guter Laune machen sich die Immendorfer Vorschulkinder auf große Erkundungstour durch den eigenen Ort. Der Obst- und Gartenbauverein bringt die heimischen Baumarten näher und spendiert Äpfel und Apfelsaft als Pausensnack. Fotos: Barbara Nießen

Geilenkirchen-Immendorf. Eigentlich ist es ein normaler Nachmittag in Immendorf. Das Wetter ist ganz schön, und es ist ruhig. Aber dann laufen auf einmal viele Kinder mit großen Briefumschlägen durch den Ort. Was geht hier vor?

Für 24 Kinder der städtischen Kindertagesstätte Immendorf hat gerade das „Pusteblumenjahr“, das letzte Jahr vor der Grundschule begonnen. „Wir nennen unsere Vorschulkinder Pusteblumen, weil wir sie bald gehen lassen müssen“, erzählt Ursula van den Borst, die Leiterin der Kindertagesstätte. „Das Pusteblumenjahr ist besonders. Wir möchten unseren Vorschulkindern etwas Spezielles bieten. Deshalb haben wir in diesem Jahr drei verschiedene Kurse organisiert, in denen sich die Kinder mit Themen beschäftigen, die sonst eher nicht im Kindergartenalltag vorkommen.“ So würden zum Beispiel Ausflüge mit den Kleinen gemacht, sie besuchen ein Krankenhaus oder eine Bücherei, erklärt die Leiterin weiter.

Besonderheiten der Natur

Besonders liege es den Erzieherinnen am Herzen, den Kindern die Besonderheit der Natur zu zeigen. Ursula van den Borst: „Deshalb beginnt das Pusteblumenjahr traditionell mit einer Rallye durch Immendorf.“ In diesem Jahr wurde diese Rallye in Kooperation mit dem Obst- und Gartenbauverein Immendorf organisiert. „Ohne zu zögern, stimmten die Mitglieder des Vereins sofort zu.“

Der Obst- und Gartenbauverein hat im vergangenen Jahr den Baum- und Strauchlehrpfad angelegt. Dieser dient nun als Grundlage für die Rallye der Pusteblumenkinder. „Entlang des Pfades stehen mehr als 30 verschiedene Baumarten. Alle sind mit einer Informationstafel versehen“, berichtet Hubert Schever, zweiter Vorsitzender des Vereins, stolz. Neben Ahorn- und Nussbäumen, sehen die Kinder auch Obstbäume auf einer angelegten Obstwiese.

„Guck mal, auf diesem Baum wachsen Tomaten“, ruft die fünfjährige Emma. „Aber nein Emma. Tomaten wachsen nicht auf Bäumen. Das sind Kirschen“, fügt ihr Freund David hinzu.

Doch wofür ist nun der große Briefumschlag gedacht? In der Obstwiese deckt Ursula van den Borst das Geheimnis auf: „Wenn ihr die Umschläge nun öffnet, findet ihr darin ein Aufgabenblatt und einen Stift.“ Alle Kinder kramen aufgeregt in ihren Umschlägen, finden ihre Sachen und lösen mit viel Eifer ein paar Aufgaben: Erste Aufgabe: Umkreise alle Obstsorten, die du gesehen hast. Zweite Aufgabe: Male einen Kreisverkehr. Dritte Aufgabe: Gehe in drei verschiedenen Gangarten zum nächsten Stopp. Alle Aufgaben, vor allem die letzte, werden mit Bravour gemeistert.

Am nächsten Haltepunkt warteten schon Gäste auf die Vorschulkinder. Apfeline und Eline, die das Apfelkönigreich bewachen, haben ein Picknick vorbereitet. Äpfel und Apfelsaft wurden vom Obst- und Gartenbauverein gespendet und den Kindern gereicht. „Es liegt uns sehr am Herzen, dass Kinder wissen, dass Obst gesund ist. Sie sollen am besten jeden Tag Obst mit in die Schule nehmen“, fügt Hubert Schever hinzu.

Alle Kinder freuen sich über den vitaminreichen Snack. Und schon geht es weiter, schließlich ist gerade mal die halbe Strecke geschafft. Ziel der Rallye ist die Kita. „Dort wartet ein Schatz auf die Kleinen“, sagt Ursula van den Borst. „Jeder erhält eine Urkunde und eine Medaille.“

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